FAZ plus ArtikelMietpreisbremse & Co.

Was privaten Vermietern Sorgen bereitet

Von Mark Fehr
23.11.2019
, 16:57
Mietpreisbremse, Milieuschutz, vielleicht bald auch noch die Grundsteuer – das Mietrecht wird immer komplexer, weil die Politik Immobilienspekulation eindämmen will. Doch die Neuerungen schrecken vor allem kleinere Vermieter.

Das sprichwörtliche Betongold gilt als eine Geldanlage, die vor Inflation und Wirtschaftskrisen schützen kann. Wer genug Geld hat oder kreditwürdig ist, hat sich mit Hilfe niedrig verzinster Kredite eine Eigentumswohnung oder sogar ein ganzes Zinshaus gekauft. Zinshäuser sind Gebäude mit mehreren Etagenwohnungen und einem Geschäft oder einer Arztpraxis im Erdgeschoss. Die erzielten Mieten versprechen stabile Einnahmen und übersteigen langfristig die Kosten für die Finanzierung der Immobilie. Doch diese Rechnung geht trotz niedriger Zinsen für immer weniger Anleger und Eigentümer auf.

Grund ist das immer komplexere Mietrecht, das Laienvermieter überfordert. „Aus Sicht von privaten Eigentümern verlieren vermietbare Immobilien an Attraktivität“, sagte Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund der F.A.Z. Das liege an der Regulierung, mit der die Politik eigentlich Wohnungskonzerne oder Immobilienspekulanten treffen wolle. Stattdessen bekommen aber vor allem kleine Vermieter die Folgen der Mietpreisbremse oder des geplanten Berliner Mietendeckels zu spüren.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Fehr, Mark
Mark Fehr
Redakteur in der Wirtschaft.
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