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Zu hohe Heizkosten

Vier von fünf Abrechnungen stimmen nicht

 - 13:09

Viele Heizkostenabrechnungen in Deutschand stimmen nicht. Bei vier von fünf Abrechnungen gibt es Auffälligkeiten oder Mängel, so das Ergebnis einer Stichprobe bei rund 100 aktuellen Abrechnungen. Zudem werde in mehr als der Hälfte der Häuser deutlich mehr Heizenergie verbraucht als nötig und es würden so unnötig hohe CO2-Emissionen und Kosten entstehen, teilte die Beratungsgesellschaft co2online mit, die für die Stichprobe die Abrechnungen von Lesern des Verbraucherportals Finanztip geprüft hat.

Besonders bei der Abrechnung des Warmwasserverbrauchs und beim Betriebsstrom gebe es Unregelmäßigkeiten. „Bei 60 Prozent aller untersuchten Abrechnungen wird der Energieanteil für Warmwasser nicht korrekt, also nach den Vorgaben der Heizkostenverordnung, gemessen“, erklärt Energie-Expertin Ines Rutschmann von Finanztip. „In solchen Fällen können Mieter die Kosten fürs warme Wasser pauschal um 15 Prozent kürzen.“

Ein weiterer Mangel, der häufig auftritt: Bei jeder fünften Abrechnung überschreiten die Kosten für Betriebsstrom vertretbare Werte. „Mieter haben dann das Recht, die entsprechenden Belege einzusehen“, erklärt Rutschmann. „Als Faustregel gilt: Kostet der Betriebsstrom mehr als fünf Prozent der Brennstoffkosten, muss der Vermieter die hohen Ausgaben nachweisen können.“ Macht er das nicht, können Mieter der Abrechnung widersprechen.

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Heizkosten zu hoch

Besonders auffällig ist, dass in einem Drittel der untersuchten Wohnungen der Verbrauch deutlich höher liege, als es der eigentlichen Wohnungslage entsprechen sollte. Die Heiznebenkosten der untersuchten Haushalte lagen im Durchschnitt bei 156 Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren waren es noch gut 40 Euro weniger.

Zu den Heiznebenkosten gehören zum Beispiel die Kosten für die Heizungswartung, die Gebühren für den Messdienstleister sowie die Betriebsstromkosten der Anlage. Ein Grund für die steigenden Kosten ist, dass immer mehr Hausverwaltungen Messgeräte leasen, statt diese zu kaufen. Das sei zwar zulässig, für die Mieter allerdings meist teurer. In der Stichprobe waren drei Viertel aller Geräte geleast.

Wer übrigens richtig lüftet, spart im Jahr laut den Experten gutes Geld. Denn beim Stoßlüften wird die Luft schnell ausgetauscht, ohne dass die Wände auskühlen.

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Quelle: casc.
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