FAZ plus ArtikelRaus aufs Land

Wo sich ein Wochenendhaus lohnen kann

Von Judith Lembke
22.11.2019
, 11:52
Statt für eine teure Stadtwohnung entscheiden sich immer mehr Menschen fürs Wochenendhaus. Für viele Käufer rechnet es sich, das Haus auch zu vermieten. Neben der Lage ist dabei noch etwas anderes entscheidend.

Die Pariser machen es schon lange vor: Am Freitag fliehen sie in Scharen aus der Enge der französischen Hauptstadt und ihren kleinen teuren Wohnungen in die Weite der Provinz, wo ihre Zweitdomizile stehen. Mit den stark steigenden Mieten und Hauspreisen in Deutschland kommen nun auch hierzulande die Wochenendhäuser wieder in Mode. Viele Berliner, Kölner oder Frankfurter entscheiden sich gegen den teuren Wechsel in eine größere Stadtwohnung und investieren stattdessen dort, wo die Preise noch günstig sind, zum Beispiel in der Uckermark, der Eifel oder dem Vogelsberg.

Doch anders als früher sind viele dieser Zweitwohnsitze nicht nur für die Eigennutzung gedacht, sondern auch von Anfang an auf die Vermietung ausgelegt. Das Ferienhaus ist nicht mehr nur ein Liebhaberstück, sondern soll sich zumindest selbst tragen. „Die Vermietung der Immobilie direkt nach dem Erwerb hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen“, heißt es in der neuesten Marktstudie des Ferienhausvermittlers Fewo Direkt und des Maklerunternehmens Engel&Völkers. Während vor fünf Jahren nur knapp die Hälfte der Käufer ihr neuerworbenes Ferienhaus direkt in die Vermietung gab, liegt die Quote im Inland mittlerweile bei 80 Prozent.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Lembke, Judith
Judith Lembke
Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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