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Berlin nimmt Zinsplattformen ins Visier

Von Markus Frühauf
20.05.2021
, 20:17
Das Zinspflänzchen braucht mehr Schutz, findet das Finanzministerium.
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Das Bundesfinanzministerium prüft eine strengere Regulierung von Zinsplattformen wie Weltsparen und Zinspilot. Anlass ist die Pleite der Greensill-Bank.
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Die Bundesregierung prüft eine strengere Regulierung von Zinsplattformen wie Weltsparen oder Zinspilot. Das geht aus einer der F.A.Z. vorliegenden Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler hervor. In Zeiten von Null- und Negativzinsen greifen sowohl Banken als auch Anleger auf Zinsplattformen zurück. Die Banken können so Kundeneinlagen an andere Institute weiterleiten. Denn für die Einlagen verlangt die Europäische Zentralbank (EZB) einen Zins von minus 0,5 Prozent, wenn Banken ihre Mittel dort parken.

Die Anleger wiederum freuen sich über etwas mehr Zinsen, die ihnen Institute aus dem europäischen Ausland oder mit einem wenig auf Einlagengenerierung ausgerichteten Geschäftsmodell zahlen. Diese Banken sind dann aber auch riskanter, weil sie höhere Zinsen bieten müssen, um sich über Kundeneinlagen finanzieren zu können. Deshalb werben die Zinsplattformen mit der gesetzlichen Einlagengarantie von bis zu 100.000 Euro je Kunde und Bank.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Frühauf, Markus
Markus Frühauf
Redakteur in der Wirtschaft.
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