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Braucht Deutschland einen Staatsfonds?

Von Antonia Mannweiler
06.09.2019
, 07:01
Reichtum des Nordens: Norwegische Ölplattform
Die Grünen fordern einen Bürgerfonds nach norwegischem Vorbild, doch der Vergleich hinkt. Ökonomen bezweifeln, dass sich Deutschlands wirtschaftliches und politisches Klima für einen Staatsfonds eignet.

Die Norweger führen seit Jahren die Listen der glücklichsten Menschen auf der Welt an. Ob es daran liegt, dass sie schon von Geburt an Millionäre sind? Seit den neunziger Jahren legt der rohstoffreiche norwegische Staat seine Öl- und Gaseinnahmen in einem gewaltigen Staatsfonds an, der seinen Bürgern in der Zukunft zugutekommen soll. Der Gedanke dahinter: von den endlichen Ressourcen des Landes unabhängig werden.

Dabei legt der Fonds, der auch als Ölfonds bezeichnet wird, sein Geld strikt im Ausland an. Damit ist der „Statens pensjonsfond utland“ zum größten Staatsfonds der Welt angewachsen und verwaltet derzeit ein Vermögen von rund 9,16 Billionen norwegischen Kronen, was rund einer Billion Dollar entspricht. Auf die Einwohnerzahl Norwegens heruntergerechnet, liegen damit für jeden der 5,3 Millionen Bürger im skandinavischen Land gut 1,72 Millionen Kronen (170.000 Euro) im Fondstopf.

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Quelle: F.A.Z.
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Antonia Mannweiler
Redakteurin in der Wirtschaft.
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