F.A.Z. Podcast Finanzen

Was die neue Regierung für Immobilienbesitzer plant

Von Antonia Mannweiler
14.12.2021
, 16:10
Gebaut wird viel.
Gebaut wird viel. Bild: Laila Sieber
Die Ampel hat sich für die nächsten vier Jahre viel vorgenommen – auch im Gebäudesektor. In der neuen Folge des Podcasts sprechen wir darüber, was auf Immobilienbesitzer zukommt.
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Was bedeutet der neue Koalitionsvertrag konkret für aktuelle und auch für künftige Immobilienbesitzer? Und worauf muss man im neuen Jahr besonders achten? Das wollen wir zusammen mit unserem Kollegen Mark Fehr aus der Tageszeitung in einer neuen Folge des F.A.Z. Podcasts Finanzen & Immobilien klären.

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Der F.A.Z. Podcast Finanzen und Immobilien ist der wöchentliche Podcast der F.A.Z. rund um das Thema Geldanlage. Der Podcast erscheint immer dienstags. Alle Folgen finden Sie hier.

Transkript (automatisch transkribiert)

[00:00 Speaker 1] Die neue Ampel Regierung steht und auch der Koalitionsvertrag drinnen hat sich die neue Regierung z.b. Das ambitionierte Vorhaben gesetzt, dass jährlich 400000 neue Wohnungen gebaut werden sollen ein Viertel davon gefördert, dafür gibt es nun sogar ein eigenes Bauministerium, es war ein wichtiges Wahlkampfversprechen den Bau des Eigenheims zu fördern und auch dem Klimaschutz im Gebäudesektor kommt künftig eine wichtige Rolle zu, aber was bedeutet das konkret für aktuelle und auch für künftige Immobilienbersitzer und worauf sollte man im neuen Jahr noch so alles achten, das will ich zusammen mit meinem Kollegen Maxi aus der Tageszeitung klären und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge des FAZ Podcast Finanzen & Immobilien, heute begrüße ich Sie mal allein, mein Name ist Antonia Mannweiler schön, dass Sie dabei sind an diesem Dienstag den 14. Dezember,

[00:48 Speaker 2] wenn Ihnen echte Nachhaltigkeit am Herzen liegt, wird es Zeit ihr Kapital und ihr Portfolio nach Ihrem persönlichen. Werden aufzurichten mit Klima West investieren sie überwiegend in nachhaltige Sachwerte und damit in die Themen der Zukunft das impact Investment bietet Ihnen eine breite Risikostreuung und die Chance auf stabile Cashflows, es ist an der Zeit für echte Veränderung erfahren Sie mehr auf www.klimamensch.de Slash Werte und investieren Sie jetzt digital

[01:22 Speaker 1] Umbauen und Eigenheim wird auch für die neue Regierung wichtig bleiben viele Menschen wünschen sich eine eigene Eigentumswohnung oder auch ein Haus für die Familie und das Problem. Die Nachfrage ist höher ist das Angebot die Preise steigen seit Jahren und immer weniger könnte sich den Traum vom Eigenheim erfüllen, ich habe im Vorfeld des Podcast auch mit Thomas Sabitzer list für Baufinanzierung bei Doktor klein gesprochen. Er geht davon aus, dass der Maxi Immobilien auch weiter angespannt bleibt und die Preise auch weiter steigen werden auch vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und Alternativlosigkeit viele Menschen für das Alter vorzusorgen, dass die Zinsen auf Und aktuell hohen Inflation im nächsten Jahr steigen könnten glaubt er dabei nicht da davon ausgeht, dass ich die Inflation in nächsten erbschlecht und Europäische Zentralbank die Leitzinsen da ja auch 20-22 nicht annimmt, dass die neue Ampel Regierung 400000 Wohnungen Japan will und damit für Entspannung am Markt sorgen könnte, hält er dagegen für unrealistisch und begründet das auch mit der Verfügbarkeit Problematik von Handwerkern und Baumaterialien ähnlich. Hohe Ziele hatte sie auch schon die Gruppe gesetzt und nicht erreicht, was machst du im Koalitionsvertrag steht und womit Immobilienbesitzer und auch künftige rechnen können. Darüber habe ich mit meinem Kollegen Max er gesprochen. Hören wir da doch mal rein. Hallo Mark schön, dass du heute dabei bist.

[02:43 Speaker 3] Ja? Hallo, Antonia freut mich

[02:46 Speaker 1] ja mal, wir wollen ja heute auch so ein bisschen über die neue Koalition sprechen und was sie so in petto hat auch für Immobilienbesitzer und für Vermieter, also da hat sich die neue Regierung mehr für die nächsten vier Jahre eine ganze Menge vor. Und auch für Mieter und Leben Immobilien Ritze dürfte sich ja auch einiges ändern. Die Ampel versucht jetzt im Immobiliensektor gleich zwei ganz große Themen zu beackern zum einen den Klimaschutz und dann natürlich aber auch die Verfügbarkeit von Wohnungen und Immobilien Frage vorab lässt sich das überhaupt vereinbaren.

[03:17 Speaker 3] Ja, ich finde es ist schon Zielkonflikt. Also das wird sich sehr schwer vereinbaren lassen ist zum Teil natürlich auch widersprüchlich, weil Umweltschutz Klimaschutz macht es ja teurer und schränkt da auch die alternativen ein ja die Eigentümer haben z.b. Beim Einbau von der neuen Heizung, das macht es nicht einfacher für die für die Leute die dann wenn die einmal im Immobilienbesitz gelandet sind, dass sie dann gleich mit neuen Vorschriften konfrontiert werden. Es ist nicht einfach

[03:49 Speaker 1] okay, wann er später an Detail noch ein bisschen genauer drauf eingehen, aber sag doch mal, was kommt, denn in den nächsten Jahren konkret auf die Immobilienbesitzer zu da gibt's ja zum Park und Gretel Sachen. Aber weniger konkrete also was gibt es da aktuell?

[04:03 Speaker 3] Ich glaube der größte Aufreger ist die sogenannte Teil Warmmiete, dass es ein ziemlich komplexes Wort und soll eigentlich nur ausdrücken, dass der Vermieter sich künftig an den Heiz und Energiekosten beteiligen muss, die sein Mieter verursacht, da geht es um den CO2 Preis, der ja eigentlich ne Lenkungswirkung haben soll und eben Energie die mit mit Treibhausgasemission produziert wurde teurer macht, jetzt ist das Problem, dass es wohl dazu kommt, dass dieser CO2 Preis hälftig geteilt werden soll zwischen Mietern und Vermietern

[04:40 Speaker 1] genau, was ihr so, dass der Vermieter ja zufällig die Kaltmiete erhalten hat und die Nebenkosten hat aber den Mieter gezahlt, also je nachdem auch wie hoch, der verbraucht war z.b. Von den Heizkosten noch

[04:52 Speaker 3] genau und das wird jetzt runter laufen, wenn auch nur zum Teil aber der CO2 Preis ist eigentlich. Ganz unwesentlicher Teil der Energiekosten, man merkt das ja beim Tanken oder bei anderer Gelegenheit, dass das durchaus ne Auswirkung auf den Preis hat und wenn davon die Hälfte beim Vermieter landet, ist das natürlich eine ziemliche Umverteilung, das ist aus zwei Gründen. Problematisch einmal soll ja der CO2 Preis dazu führen, dass man seinen Energieverbrauch einschränkt oder zum größeren Teil aus grünen Quellen deckt, das lässt sich aber nicht umsetzen mit dieser Regelung Mietrecht denn nicht jeder Vermieter kann darüber entscheiden, aus welchen Quellen der Energie bezieht und dann kann man sagen da ja der Vermieter so ist vielleicht das politische Klischee. Der Vermieter ist immer ein wohlhabender Mensch während der Mieter bedürftig ist, aber oft ist es ja auch anders herum. Er das kann dann zu der absurden Situation führen Rentnerin vermietete Eigentumswohnung an. Ein gut situiertes Doppelverdiener Park und jetzt muss die Rentnerinnen einen Teil ja der Kosten zahlen. Wenn die wenn die wenn die Mieter warm duschen, das kann ja auch nicht im Sinne einer sozialdemokratischen Politik sein

[06:15 Speaker 1] direkt genau, das ist das Ding denn an den Kosten auch für die Heizung geteilt ist er dazu bereit wäre in Ebene neuere ohne sparsamere Anlage zu investieren. Ich meine in Schweden gibt es ja auch schon so ein ähnliches Modell. Dort soll ja der CO2 Ausstoß seit dem Jahr 2000 knapp 95% reduziert worden sein, also mit Blick auf Nachhaltigkeit ist das ganze denn dann am Ende nicht auch wirklich klimafreundliche, weil der Mieter ja selbst nicht sagen kann, dass er in der besonders umweltfreundliche Heizung jetzt investiert darauf hat er ja auch keinen Einfluss,

[06:52 Speaker 3] das kann der Vermieter nicht beeinflussen, aber der Vermieter kann das in vielen Fällen genau. So wenig beeinflussen, er hat ja nicht die freie Wahl, welche Energiequelle er dem Mieter zur Verfügung stellt, das hat ja technische Gründe und auch die die Rentnerin die eine Eigentumswohnung vermietet aus unserem Beispiel vorhin, die hat ja auch sehr wenig Einfluss darauf, welche Art Heizung oder Energiequelle in dem jeweiligen Haus dann eingebaut wird, also der Vermieter hat das auch nicht immer in der Hand und selbst wenn es in der Hand hat, sind das ja Investitionen die über sehr viele Jahre gehen und Entscheidungen die die sehr lange dauern in Schweden könnte ich mir vorstellen war das sehr erfolgreich, weil Schweden ja wegen der Wasserkraft vielleicht auch einen großen Anteil an grünen Energie überhaupt zur Verfügung hat und dann würde er so eine Sache wieder CO2 Preis am Ende gar nicht ins Gewicht fallen.

[07:54 Speaker 1] Ok, aber es kommt ja auch noch ein bisschen was anderes auf Immobilienbesitzer. du jetzt auch ab Januar 20-25 also kannst du da vielleicht erklären was da in den nächsten Jahren also 20/24 20-25 auf die Immobilienbesitzer noch zukommt

[08:10 Speaker 3] richtig das ist wahrscheinlich das Thema Heizung ja da gibt es strengere Auflagen also natürlich sollen Heizanlagen immer umweltfreundlicher und klimafreundlicher werden das sind Auflagen die im Detail so kompliziert sind dass man da wirklich im Heizungstechniker mal sprechen muss was überhaupt stand der Dinge ist und was man ab welchem Jahr haben muss grundsätzlich ist es so dass es dass es künftig strenger sein wird und bei neuen Einbauten ist ja z.b. ölheizungsverbot sowas haben wir ja schon länger und darüber hinaus sind jetzt noch strengere Auflagen an die Umweltverträglichkeit von von denen Anlagen selber also wie viel Wie viel Prozent erneuerbare Energie in die nutzen müssen ja

[09:04 Speaker 1] und ab 2025 jede eingebaute Heizung auf der Basis von 65% erneuerbare Energien betrieben werden.

[09:13 Speaker 3] Ja, wobei das ja nicht nur an der Heizung liegt, die man einbaut, sondern das liegt ja auch an der Energieversorgung, die überhaupt zugänglich ist in der jeweiligen Region, das ist ja immer unterschiedlich, insofern ist es auch gar nicht so deutlich ersichtlich, was es mit der mit der konkreten Heizung alleine zu tun haben soll aus welchen Energie Quellen die sich speist, also wie bei jedem Koalitionsvertrag muss man da natürlich gucken, in welchem in welcher Form ist auch umgesetzt wird, aber das ist was so bevorsteht. Die Schweden haben da vielleicht auf aufgrund ihrer ihres gesamten Energiemix eine bessere Ausgangsposition, dass sie sagen können werden ohnehin einen größeren an. Teil an grün grüner Energie in unserer gesamten Angebot und dann kann sich vielleicht auch ein Vermieter schneller darauf einstellen,

[10:08 Speaker 1] ich will jetzt auch ganz gerne mal über die Nebenkosten sprechen, weil sich da ja auch einiges tun will, was für Pläne hat die neue Regierung, da konkret auch was die Nebenkosten angeht und die Aufteilung

[10:19 Speaker 3] ja bei den Nebenkosten geht's ja um die Nebenkosten, die beim Immobilienkauf anfallen, das ist ein sehr wichtiger Posten, also für Eigentümer, die es gerne mal werden wollen und hier hat sich die Bundesregierung die Grunderwerbssteuer vorgenommen nicht zu verwechseln mit der Grundsteuer, die man jedes Jahr zahlen muss. Die Grunderwerbsteuer wird fällig im Zeitpunkt des Kauf und Verkauf von Immobilien, also nur einmal in der Regel, aber ist ein wesentlicher Posten auch die Bank rechnet danach und verlangt, dass der Käufer, dass ihm auch aus eigenen Mitteln bestreitet, weil das Geld ist weg, das fließt ja nicht in den Wert der Immobilie ein und ist auch nicht durch den Immobilienwert gesichert, sondern das den Aufgaben, die man nie wieder bekommt.

[11:13 Speaker 1] Belastet dann wahrscheinlich auch eher das Eigenkapitalkonto. Das Immobilienkäufer ist

[11:19 Speaker 3] absolut und da wartet der Staat auch nicht bis ich das Geld mal h Besonderes wird dann sofort fällig, also, das muss man auch mitbringen und das geht bis zu 6,5 % des ja des Werts oder des Kaufpreises und das sind dann ganz wesentliche Beträge für eine Familie oder für eine Person, die eine die eine Wohnung kauft oder auch ein Haus B.

[11:45 Speaker 1] Vielleicht da mal kurz eingeworfen, also bei einem Kaufpreis von 300000 € bei der Grunderwerbsteuer von 6 % wären das ja 18000 €, also ist es wirklich nicht kein kleiner Betrag, der da fällig wird,

[11:57 Speaker 3] das ist richtig Geld. Und jetzt ist eben der Kniff der Bundesregierung zu sagen, wir wollen darauf hinwirken, dass die Bundesländer Freibeträge einrichten für die Grunderwerbsteuer, dass die Bundesländer angesprochen sind. Liegt darin, dass die das auch mitgestalten und auch einen großen Teil der Einnahmen der Grunderwerbsteuer bekommen und deshalb gibt es auch stark unterschiedliche Tarife in jedem Bundesland, also die die Unterschiede sind da bis zu 50% ja, also von 6,5% an der Spitze geht das dann runter auf auf dreieinhalb Prozent, was immer noch viel ist. Ja für den Immobilienkäufer, aber man kann also Pech haben sitzt da einen besonders teuren Bundesland, also Bank, es ist eine schwierige Gemengelage auch die Bundesregierung. Kann das jetzt einfach sagen, liebe Bundesländer macht doch da mal was. Aber die müssen erst natürlich irgendwie auch die Bereitschaft abkaufen und das wird das soll versucht werden. Dadurch, dass man an anderer Stelle Steuerschlupflöcher schließt. Gibt's ja diese sogenannten sharedeals, also eine sehr simple Konstruktion die es Konzern erlaubt große Flächen oder Immobilien grunderwerbsteuerfrei zu erwerben, indem man einen Anteil von knapp 5 % beim Verkäufer verbleibt. Ja, also der Wechsel die Immobilien zwar den den wirtschaftlichen Nutzer, aber juristisch ist ein Teil noch beim Verkäufer und dadurch wird dann wird dann die Grunderwerbsteuer vermieden und dieses diese dieser Trick oder diese Gestaltung soll verhindert werden und dadurch könnte man das dann finanzieren.

[13:51 Speaker 1] Okay, also, dass ich das einfach die Steuer im Prinzip verschiebt, also von eben diesen Konzern Weg dann hinzu. Bin ja privaten Immobilienkäufer Nationalspiel,

[14:04 Speaker 3] dann wäre es aus Sicht der Bundesländer vielleicht aufkommensneutral und dann können Sie sagen ok, wenn das dabei hilft privates Immobilieneigentum oder Wohneigentum zu fördern, dann machen wir das gerne mit.

[14:18 Speaker 1] OK gibt es denn noch andere Dinge, die da auf Immobilienbesitzer zu kommen oder was die Regierung da plant auch ist die Nebenkosten angeht, also Stichwort Transparenz z.b. Oder auch Maklerkosten.

[14:31 Speaker 3] Ja, bei den Maklerkosten gibt es schon eine Regelung, also da ist zu unterscheiden zwischen Miete und und kauf da hat man dafür gesorgt, dass der Verkäufer den wenn er den Makler beauftragt dann auch die Rechnung bezahlt, das soll dann den Käufer entlasten, weil die Maklerkosten ganz ähnlich wie die Grunderwerbsteuer eben ein wesentlicher Teil der Nebenkosten beim Immobilienkauf. Und dann muss man dann auch immer einige 1000 € für mitbringen, allerdings ist es da schwierig wirklich die Belastung zu vermeiden, weil natürlich ein Verkäufer Sankt annagut, wenn ich die Makler Rechnung zahlen muss, schlage ich das eben beim Kaufpreis drauf, das sieht ja dann keiner und und am Ende zahlt dann der der Käufer das gleiche diese Regelung gibt es schon, aber die Wirkung ist halt schwer zu schwer zu verstehen, dass anderes die die Transparenz bei den Nebenkosten für Mieter also das sind genau diese Dinge wie wir Heizung oder es gibt ja dann auch Wohnanlagen, die haben z.b. Einen zentralen ja, Fernseh Versorger oder oder Kommunikationsdienstleister, das liest er alles in den Nebenkosten rein oder auch die die Heizung die Beleuchtung für die Gemeinschaftsflächen die Kosten für den Hausmeister. Oder die Entsorgung Abwassergebühren ja sogar Versicherungskosten, das muss aus gutem Grund der Vermieter den Mieter immer sehr detailliert offenlegen und auch die Belastung nachvollziehbar ausrechnen und verteilen auf die unterschiedlichen Mieter in einer Anlage und der Mieter kann auch auf das Recht zu sagen, zeig mir mal die Originalunterlagen die Originalrechnung, ob das alles so stimmt, also da da herrscht zumindest, zumindest auf dem Papier nur hohe Transparenz. Man kann also jetzt ich muss ich regelrecht fragen, wie soll man die noch erhöhen? Ja, vielleicht dadurch, dass man das irgendwie alles in einer App rein baut oder dass man das vielleicht sogar monatlich meldet oder dass man dann vielleicht auch irgendwie so einen wahren Instrument musst du den Mieterschaft Achtung, du hast hier keine Ahnung. Wasserverbrauch oder ähnliches also da ist vieles denkbar, aber es steht da im Koalitionsvertrag steht kein Wort dazu, was da drunter überhaupt zu verstehen ist, also ja, das ist so ein so ein? Dann niemand hat was gegen höhere Transparenz und auch der Vermieter nicht, solange es sich mit vertretbarem Aufwand machen lässt, also das ist ein bisschen Überraschungsei, was da noch was da noch drin stecken soll,

[17:28 Speaker 1] okay, also, das muss man auf jeden Fall dann noch etwas abwarten. Ja, ich bin auch noch ein anderes Thema zu sprechen kommen. Kollektions Vertrag wurde ja angekündigt und was dass man die Kosten für den Wohnungsbau insgesamt trinken will, das heißt mehr Menschen sollen die Möglichkeit bekommen in selbstgenutztem Eigentum zu Boden besteht sich die Regierung das konkret vor wie sie das ermöglichen will.

[17:51 Speaker 3] Im Koalitionsvertrag ist da die Rede von Zuschüssen bei der Finanzierung oder auch tief. Verzicht oder eben auch Zinsverbilligung? Ja, das ist z.b. Also eine Zinsverbilligung ist in in Niedrigzinsphasen sehr sehr schwierig, da gibt's teilweise schon KfW-Kredite, die mehr oder weniger zum 010 oder sogar auch zum Negativzins kommen, das kann man natürlich dann noch weiter Endingen in den negativen Bereich gehen. Also, das ist auch mir eine spannende Sache bei den förder Krediten bei der KfW, dass jeder häufig im Reimann fördern will und und billiger sein muss als der Markt dann weiter im negativen Bereich, dass das andere wäre, dass man sagt ich Erlasse den Kreditnehmer dann die Restschuld. Ja, da kann man ja auch sagen okay, wenn du zehn Jahre in dem gekauften Haus oder in der gekauften Wohnung gewohnt hast, dann gehen wir mal davon aus, dass das auch weiter tust und dann gibt es eine Restschuldbefreiung oder so. Auch das würde ja den Käufer schon deutlich unter die Arme greifen, er muss es halt vorher wissen, ob bei damit kalkulieren kann, also bleibt zu hoffen, dass dann die Regierung das auch schnell konkretisiert, wie die Förderung dann genau aussieht oder auf wie viel Tilgung oder Zins man verzichtet, denn das gehört ja mit in die Rechnung und die muss man vor dem Kauf machen und dann kann man dann entscheiden, ob man sich's leisten kann oder nicht,

[19:27 Speaker 1] aber das ist genau das was ich noch fragen wollte, also, ob das dann auch an Konditionen geknüpft wird, also, das hast du jetzt gerade auch genannt in einem Beispiel also, dass es möglich sein könnte, dass man 10 Jahre eben selbst drin gewohnt haben muss

[19:40 Speaker 3] möchte ich das gebe ich zu ist jetzt eine Überlegung von mir, das steht so nicht im Kollektion Vertrag, aber das wäre denkbar nett, dass man so konkretisiert. Man kann auch sagen, ich mache die tilgungs Pause vorher am Anfang der Laufzeit, das geht da auch also das in den ersten zehn Jahren macht, man muss eben nur Sicherstellen das jetzt nicht. Jemand kommt der ohnehin Wohnung kaufen will und das dann gefördert tut, aber gar nicht selber einzieht. Also es ist ja das Ziel Wohneigentum zu fördern und nicht private Immobilienspekulation, da muss man eben schauen, dass man das vernünftig abgrenzt das natürlich auch Einkäufer und solche Förderungen in der Regel auch nur einmal bekommt und alle diese Dinge die sind, die sind vielleicht theoretisch nicht so interessant, aber bürokratisch muss man auch das regeln, wie bei jedem gesetzlicher

[20:32 Speaker 1] bis 2029 verlängert, was heißt das denn konkret für Mieter und Vermieter,

[20:39 Speaker 3] das wäre natürlich für den Vermieter erstmal positiv NAV eine mietpreisbremse den Spielraum einschränkt für Mieterhöhungen, also, was heißt das konkret es gibt es gibt zwei Mechanismen das eines die mietpreisbremse die verhindert in sonder. Angespannten Gegenden, dass der Vermieter den Preis mehr als 10% über das übliche Niveau hebt und diese mietpreisbremse gilt immer bei Neuvermietung, also, wenn gerade der Vormieter ausgezogen ist und ein neuer Mieter einzieht, dann gibt es noch eine Kappungsgrenze, die gilt dann für die laufende Vermietung und da war es bisher so, dass die gedeckelt war auf 15% innerhalb von drei Jahren und diese dieser Kappung ist jetzt sogar gesenkt worden von 15% auf 11% das schränkt natürlich den Spielraum für Mieterhöhung im bestehenden Mietverhältnis noch mal ein beides, wie gesagt gilt in in besonders angespannten merken, also Ballungszentren Frankfurt am Main ist Amazon Beispiel, da kann man dann genau gucken, in welchen Kommunen gilt die mietpreisbremse oder die K? Stanze das muss das kommt dann wirklich auf den auf die konkrete Lage der Immobilien

[22:04 Speaker 1] gleich geht's noch mal ganz zum Abschluss, wie bewertest du denn die insgesamt das Vorhaben der Ampelkoalition für Miete und natürlich auch für Immobilienbesitzer,

[22:12 Speaker 3] also, wenn man jetzt eine Note vergeben ist, dann könnte man schon über eine 3+ sprechen, warum nicht mehr einfach deshalb weil das Thema Wohnungspolitik so langfristig ist und wenn man sagt, dass das erst jetzt in dieser Dimension in einen Regierungsvorhaben ein geht, dann das mehr oder weniger zehn oder zwanzig Jahre zu spät, was ich besonders gut finde ist, dass man die Grunderwerbsteuer anpacken will und da hoffe ich dass sie das auch wirklich machen. Die anderen Dinge sind ja so aus dem Bereich Sozialpolitik, da wird nicht wirklich klar, warum man z.b. Diese Teil Warmmiete einführt, wenn man gleichzeitig den Immobilienbesitzer fördern will ja, also zumindest den Selbstnutzer, das sind häufig Maßnahmen die anderen Zielen widersprechen, also ein bisschen dieses Spannungsverhältnis Klimaschutz und Förderung von Wohneigentum, dass das reicht sich so ein bisschen da da da finde, ich hätte man das vielleicht in detail besser machen können, aber natürlich generell ist zu begrüßen, dass Wohnungspolitik so hochgehoben wird. Politisch soll ja auch Innenministerium geben für Bauen und Wohnen, damit die Bedeutung noch mal zu unterstreichen, aber das hätte man auch schon 20 Jahre früher.

[23:35 Speaker 1] Ja, das stimmt. Okay? Wie insofern würde ich sagen, vielen lieben Dank Mike stop sehr viele spannende Neuerungen Veränderungen auf andere Dinge müssen wir tatsächlich noch ein bisschen warten. Weiß noch nicht so konkret ist aber vielen Dank, dass du uns erstmal ein Einblick gegeben hast.

[23:53 Speaker 3] Gerne

[23:53 Speaker 1] Ja, das waren wie immer eine Menge Infos, wichtig fand ich aber dass die Grunderwerbsteuer angepackt werden soll dir je nach Bundesland x 3,5 oder auch mal 6,5 % betragen kann beim Kauf bzw. Verkauf fertig wird und den Steuersatz selbst die Bundesregierung natürlich nur bedingt Einfluss, da die einzelnen Länder die konkrete Höhe festlegen die Bundesländer sollen aber die Möglichkeit bekommen gewisse Freibeträge zu ermöglichen und dann die fehlenden Steuereinnahmen zu decken könnten Steuerschlupflöcher im Gegenzug geschlossen werden etwa beim Immobilienerwerb durch Konzerne als Ding der Woche habe ich dieses Mal eine Meldung über Kellogg mitgebracht. Das Unternehmen ist jetzt 1 Synonym geworden, so ungefähr für alle Frühstücksflocken so ein bisschen wie Zewa für die Küchenrollen im Oktober haben Kellogg Mitarbeiter, die auch in eine Gewerkschaft aktiv sind für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Letzte Woche gab es eine einigungs Angebot des Konzerns, dass die Mitarbeiter abgelehnt haben Kellogg hat sich dann dazu entschlossen, den 1400 streiten dann mit dabei sind. Big zu kündigen und sie zersetzen, das hat natürlich seine Welle der Empörung gesorgt sogar US-Präsident Joe Biden hat sich dazu geäußert und die Aktion als existentiell Angriff auf die Gewerkschaft die Arbeitsplätze der Lebensunterhalt der Mitglieder bezeichnet und dann ist etwas interessantes passiert in dem internet forum redditch oder der Frontpage des Internets auch genannt wird, gab es ein Aufruf zur Solidarität mit den entlassenen Mitarbeiter auf tiktok wurde der Aufruf verbreitet daraufhin haben. Zahlreiche Social Media Nutzer hat das Bewerbungsportal von Keller mit Fake Bewerbungen DIN stickig ernst gemeint waren geflutet und die seite lahmgelegt der Präsident der Gewerkschaft auf jeden Fall begeistert von der Solidarität Protest organisiert sich heute eben auch digital und das war's auch schon wieder mit unserer dieswöchigen Folge des FAZ Podcast Finanzen und Immobilien, wenn Sie Fragen haben, Themenwünsche oder andere Anregungen, schicken Sie uns doch gerne eine E-Mail an Podcast faz.de oder schreiben Sie uns auf. 31e Media Kanälen, wir freuen uns, wenn sie uns abonnieren und wenn Sie uns weiterempfehlen zu finden sind wir überall dort, wo es Podcast gibt und schauen Sie auch gerne mal unsere linkedin Gruppe, da gibt es auch immer wieder interessante posts. Tschüss bis nächste Woche und machen Sie etwas aus ihrem Geld.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Mannweiler, Antonia
Antonia Mannweiler
Redakteurin in der Wirtschaft.
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