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Immobilien-Statistik

Weniger als die Hälfte der Deutschen ist Hausbesitzer

Von Philip Plickert
 - 12:40
Das Ein-Familienhaus ist in Deutschland beim Immobilienbesitz noch am weitesten verbreitet.

Der Anteil der Haus- und Grundbesitzer in Deutschland liegt seit Jahren auf einem konstanten Niveau. Im Jahr 2018 gaben 47,5 Prozent der Haushalte an, dass sie Haus- und Grundbesitz haben.

Das ergab die neue Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die das Statistische Bundesamt an diesem Dienstag veröffentlicht hat. Die EVS basiert auf einer repräsentativen Umfrage, an der diesmal fast 56.000 Haushalte teilgenommen haben. Die Bundesbank kam in ihrer jüngsten Haushaltsbefragung auf einen Anteil von 44 Prozent von Eigenheimbesitzern.

Das ist im internationalen Vergleich wenig. So wenig Eigenheimbesitzer gibt es anteilig sonst nur in der Schweiz und Österreich. In Italien liegt die Quote bei 70 Prozent, in Spanien sogar bei 80 Prozent.

Die EVS gibt ein differenziertes Bild des Immobilienbesitzes in Deutschland. Demnach haben in Westdeutschland knapp 50 Prozent Haus- und Grundbesitz, im Osten sind es nur 38 Prozent. Im Bundesdurchschnitt gehört rund 30 Prozent der Haushalte ein Einfamilienhaus, 6 Prozent besitzen ein Zweifamilienhaus und 2,2 Prozent haben ein Wohngebäude mit mehreren Wohnungen. 15 Prozent gaben in der EVS an, dass sie eine Eigentumswohnung besitzen.

Unter den Immobilieneigentümern schätzt etwa jeder Vierte den Verkehrswert seines Hauses oder seiner Wohnung auf 250.000 bis 375.000 Euro. Je ein Achtel der Haushalte schätzen den Wert auf 150.000 bis 200.000 Euro sowie auf 200.000 bis 250.000 Euro. Mehr als ein Viertel hat offenbar nur kleine Immobilien und schätzt deren Wert auf – teils deutlich – unter 100.000 Euro.

Knapp jeder Achte schätzt sein Immobilienvermögen auf mehr als 500.000 Euro. Nur knapp 3 Prozent der Immobilieneigentümer glaubten, dass diese mehr als eine Million Euro wert sind. Viele Immobilien sind noch mit Schulden belegt. Im Durchschnitt kommen die Immobilien auf einen Verkehrswert von 300.000 Euro, die Restschuld auf 122.000 Euro.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Plickert, Philip
Philip Plickert
Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.
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