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Steuerliche Hürden

Was Sie bei Gutscheinen vom Arbeitgeber beachten müssen

Von Susanne Hüttemann
 - 11:20

Geschenke von Arbeitgebern sind eine schöne Motivation für die Mitarbeiter. Umso besser, wenn sie auch noch steuerfrei sind. Das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Dazu muss die Zuwendung einen Sachbezug haben, wie etwa bei einem Gutschein, und darf die monatliche Freigrenze von 44 Euro nicht überschreiten.

Doch wie ist diese Freigrenze zu behandeln, wenn dem Arbeitnehmer Gutscheine für mehrere Monate im Voraus zugewendet werden und er dazu schriftliche Vorgaben des Arbeitgebers erhält, wonach er pro Monat nur einen Gutschein im Gesamtwert von maximal 44 Euro einlösen darf? Dazu existiert ein gültiges Urteil des Finanzgerichts Sachsen (Urteil vom 9. Januar 2018, Aktenzeichen 3 K 511/17).

In dem Fall schenkte ein Unternehmen seinen Arbeitnehmern für besondere Leistungen jährlich einmalig mehrere Tankgutscheine im Voraus im Wert von jeweils 44 Euro. Die Mitarbeiter wurden darauf hingewiesen, dass nur ein Gutschein monatlich steuerfrei eingelöst werden darf. Die Arbeitnehmer waren angewiesen, die bei der Einlösung der Gutscheine erhaltenen Quittungen bis zum Ende des Monats bei ihrem Arbeitgeber als Nachweis über die korrekte Einlösung einzureichen. Im Rahmen einer späteren Lohnsteueraußenprüfung wurde jedoch festgestellt, dass der Gesamtbetrag der Gutscheine schon in dem Moment als zugeflossen gelte, in dem sie dem Arbeitnehmer überreicht worden sind. Somit sei die Zuwendung der Gutscheine vollständig steuerpflichtig und folglich nachzuversteuern.

Das Gericht teilte diese Sichtweise. Die Gutscheine sind einmalig zugeflossen und nicht erst bei Einlösung des Gutscheines an der Tankstelle. Die Zuwendungen überschreiten folglich die monatliche 44-Euro-Grenze und sind nicht steuerfrei. Entscheidend für die Frage des Zuflusses sei der Zeitpunkt der Erlangung der wirtschaftlichen Verfügungsmacht, also die Übergabe der Gutscheine. Somit ist zu empfehlen, keine Gutscheine im Voraus zu verschenken beziehungsweise entgegenzunehmen, um deren Steuerfreiheit nicht zu gefährden.

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Quelle: F.A.S.
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