FAZ plus ArtikelDer Steuertipp

Sparen beim Hausverkauf

Von Jürgen Lindauer
16.10.2021
, 17:09
Wer seine Immobilie vor dem Verkauf verschenkt, kann Steuern sparen.
Wer eine vermietete Immobilie innerhalb von 10 Jahren verkauft, muss den Gewinn versteuern. Doch wenn man das Gebäude vorher an seine Kinder verschenkt, können die Steuerkosten sinken.
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Wer eine Immobilie innerhalb von zehn Jahren anschafft und wieder veräußert, muss, sofern die Immobilie nicht selbst genutzt wurde, einen Gewinn versteuern. Doch wie verhält es sich, wenn die Immobilie kurz vor der Veräußerung auf die Kinder übertragen wird und von diesen mit Gewinn veräußert wird? Hierüber hatte jüngst der Bundesfinanzhof zu entscheiden.

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Im Urteilsfall erwarb eine Steuerpflichtige eine Immobilie und wollte diese nach einem Jahr wieder mit einem Gewinn in Höhe von rund 100.000 Euro verkaufen. Unstreitig war, dass die Veräußerung steuerpflichtig wäre, da weder der 10-Jahreszeitraum überschritten war noch die Immobilie selbst genutzt wurde. Doch statt die Immobilie selbst zu veräußern, schenkte sie sie ihren beiden Kindern, die diese dann am selben Tag an den Käufer mit Gewinn verkauften. Die Schenkung erfolgte ohne Verpflichtung auf Veräußerung, und den Gewinn mussten die Kinder auch nicht an die Mutter abführen. Der Einkommensteuersatz der Mutter war aufgrund ihrer sonstigen Einkünfte höher als der der Kinder. Daher ergab sich gegenüber einem Verkauf durch die Mutter ein Steuervorteil in Höhe von etwa 15.000 Euro.

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Der Autor ist Steuerberater bei KPMG.

Quelle: F.A.S.
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