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Der Steuertipp

Steuern sparen mit dem Hund

Von Mar­ti­na Ort­mann-Ba­bel
 - 12:28

Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen können in Höhe von 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten die Einkommensteuer ermäßigen (maximal 4000 beziehungsweise 1200 Euro). Bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen verringert sich der Abzugsbetrag auf maximal 510 Euro. Für die Minderung der Steuerlast muss die Dienstleistung in einem Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden. Dazu zählt auch die Unterbringung in einem Altenwohnheim.

Zu den begünstigten Leistungen mit engem Bezug zum Haushalt gehören unter anderem die Wohnungsreinigung, Kinderbetreuung, aber auch Pflege des Gartens. Obwohl das Wort „haushaltsnah“ dies suggeriert, hört die Begünstigung nicht an der Grundstücksgrenze auf: Die Finanzverwaltung erkennt auch Laubentfernungsarbeiten oder den Winterdienst auf an das eigene Grundstück angrenzenden öffentlichen Gehwegen an. Unerheblich ist, ob die Wohnung oder das Haus gemietet oder Eigentum ist.

Dienstleistungen, die außerhalb des Haushalts stattfinden, sind dagegen für das Finanzamt bisher nicht abzugsfähig. Der Bundesfinanzhof sieht das jedoch anders und bestätigt mit Beschluss vom 25. September 2017 (VI B 25/17) finanzgerichtliche Rechtsprechung (FG Hessen, 12 K 902/16): Er sprach einer berufstätigen Frau den Abzug für einen in Anspruch genommenen Hunde-Gassi-Service zu, da „in“ einem Haushalt nicht nur räumlich, sondern auch funktional zu sehen sei: Handelt es sich um Tätigkeiten, die üblicherweise von Familienmitgliedern erbracht werden und im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zum Haushalt stehen, ist eine haushaltsnahe Dienstleistung gegeben. Darunter versteht das Gericht auch die Betreuung eines Haustieres, sofern der Hund im Haushalt für ein bis zwei Stunden abgeholt und wieder zurückgebracht wird.

Dies ist nachvollziehbar, weil der Hunde-Betreuungs-Service sich nicht nur aufs Gassi gehen, sondern auch aufs Reinigen und Füttern des Tieres bezieht. Aufgepasst: Wie bei allen haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen darf jedoch keine Barzahlung erfolgen!

Die Autorin ist Steuerberaterin und Partner bei EY.

Quelle: F.A.S.
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