<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Machen Sie den Vergleich!

Verdienen Sie überdurchschnittlich?

Von Christoph Schäfer
 - 09:01
Mit einem Nettoeinkommen von 3440 Euro zählt ein Alleinlebender zu den einkommensreichsten 10 Prozent in Deutschland.

Die meisten Menschen unterschätzen ihr relatives Einkommen. Studien zeigen, dass die meisten Menschen zwar relativ genau wissen, wie viel Geld sie verdienen; doch sie vermuten, dass viele ihrer Mitmenschen deutlich mehr erhalten als sie selbst. In Wahrheit sind die lieben Nachbarn aber oft ärmer, als es der neue Wagen oder der dritte Urlaub dieses Jahr nahe legen.

Ein wunderbares Beispiel dafür lieferte der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz, der im vergangenen Jahr in einem Interview zwar zugab, Millionär zu sein. Als reich wollte selbst der konservative CDU-Mann aber auf keinen Fall gelten: „Also, ich würde mich zu der gehobenen Mittelschicht zählen.“

Damit sich die deutschen Arbeitnehmer besser einschätzen können, haben Wissenschaftler des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) ein Online-Tool entwickelt, mit dem man seine relative Einkommensposition leicht mit anderen vergleichen kann.

Die interaktive Grafik funktioniert denkbar einfach: Geben Sie rechts oben Ihr Haushaltsnettoeinkommen an (also alle Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammengerechnet). Geben Sie ferner an, wie viele Personen ab 14 Jahren und wie viele Personen unter 14 Jahren in Ihrem Haushalt leben. Mit diesen Angaben errechnet das Programm Ihr sogenanntes bedarfsgewichtetes Nettoeinkommen. Es macht nämlich einen großen Unterschied, ob Sie beispielsweise als Alleinverdiener Ihr Gehalt ganz für sich alleine behalten können oder ob Sie es mit Ihrem Partner und fünf Kindern teilen müssen.

Ein Paar, das am Ende des Monats zusammen 2800 Euro netto nach Hause bringt und keine Kinder hat, landet in der Einkommensverteilung der Gesamtbevölkerung genau in der Mitte: die eine Hälfte der Deutschen verdient bedarfsgewichtet mehr Geld, die andere weniger.

Sie können Ihr Einkommen auch mit Teilgruppen vergleichen, beispielsweise mit Alleinerziehenden, mit der Gruppe der Vollzeitarbeiter, der Rentner oder der Menschen auf dem Land. Insgesamt stehen 27 Teilgruppen zur Auswahl.

Wenig überraschend gehören Paare ohne Kinder (DINKS – double income no kids) zu den Menschen mit den höchsten Einkommen. Auch Akademiker, Wohneigentümer und Vollzeitbeschäftigte verdienen naturgemäß deutlich mehr als Alleinerziehende und Rentner.

Für ihre Berechnungen haben die Wissenschaftler des IW Köln repräsentative Haushaltsbefragungen des sozio-oekonomischen Panels aus dem Jahr 2017 verwendet, das mit Einkommensdaten aus dem Jahr 2016 arbeitet. Zum Einkommen zählen alle Einkünfte (also beispielsweise auch Mieten und Kindergeld), Steuern und Sozialversicherungsbeiträge werden hingegen abgezogen.

Video starten

Ungleiche Verteilung
Da wohnen Deutschlands Reiche

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Schäfer Christoph
Christoph Schäfer
Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.
Twitter
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenFriedrich MerzCDUInstitut der deutschen WirtschaftKöln