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FAZ plus ArtikelVermögensfrage

Das ungeliebte Erbe

Von Gerald Braunberger
 - 08:21

Wenn Großonkel Gustav aus der fernen Stadt an der Elbe zu Geburtstagsfeiern anreiste, brachte er gewöhnlich ein Briefmarkenalbum mit, das die damals jüngste Generation bestaunen durfte. Mehr als die Herkunft der gezackten bunten Bildchen interessierte uns schon damals ihr materieller Wert und auf neugierige Fragen antwortete der Großonkel stets mit einem gutmütigen Lächeln: „Die sind sehr wertvoll.“

Das ist nun Dezennien her. Als der Großonkel schließlich für immer die Augen schloss, erfuhren seine Kinder vom tatsächlichen Wert der Hinterlassenschaft. Der ideelle Wert mag für Gustav immens gewesen sein, der für seine Erben realisierbare materielle Wert aus dem Verkauf erwies sich als übersichtlich. So ist es häufig. Vielen engagierten Sammlern – egal ob es sich um Briefmarken, Münzen, Kunst, antike Bücher, Weine oder anderes handelt – geht es in erster Linie um den Spaß am Hobby und die Befriedigung ihres Sammlertriebs, aber weniger um die Erzielung einer Rendite, häufig nicht einmal um den Werterhalt.

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Quelle: F.A.Z.
Gerald Braunberger
Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.
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