FAZ plus ArtikelHöchstrechnungszins sinkt

Das Ende der Riester-Rente

Von Philipp Krohn
28.04.2021
, 09:03
Das Ende der Riester-Rente ist eingeläutet.
Der Bundestag hat die Senkung des Höchstrechungszinses von 0,9 auf 0,25 Prozent beschlossen. Das läuft auf ein Ende der Riester-Rente hinaus. Denn bei einem so niedrigen Zins können kaum noch Anbieter eine Beitragsgarantie gewähren.
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Die Wende in der deutschen Altersvorsorge um die Jahrtausendwende steht im deutlichen Widerspruch zur europäischen Versicherungsphilosophie. Die Riester-Rente sollte einen privaten Ersatz für die Kürzungen in der gesetzlichen Rentenversicherung zu schaffen. Deshalb war die Absicht des Gesetzgebers, wie diese eine sichere lebenslange monatliche Auszahlung zu garantieren.

Private Anbieter gingen also ein Versprechen von bis zu acht Jahrzehnten gegenüber ihren Kunden ein – von der ersten Einzahlung bis zum Lebensende. Doch auf den Finanzmärkten finden sich kaum Produkte, mit denen Anbieter solche Versprechen über eine so lange Perspektive absichern können. Weichen die Durationen der Kapitalanlagen und der Verpflichtungen aber stark voneinander ab, wird das nach dem Aufsichtsrecht Solvency II mit hohen zusätzlichen Kapitalanforderungen bestraft.

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Philipp Krohn  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Philipp Krohn
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.
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