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FAZ plus ArtikelWegen Negativzinsen

Lebensversicherer schütten deutlich weniger aus

Von Philipp Krohn
Aktualisiert am 14.02.2020
 - 19:34
Große Herausforderung für Lebensversicherer: Ihre zugesagten Garantien gegenüber den Kunden auch einlösen zu können.
Im Vorjahr konnten Lebensversicherer kurz aufatmen. Das war aber offenbar nur eine kurze Pause im Abwärtstrend. Negativzinsen belasten das Geschäft und drücken damit die Ausschüttungen weiter.

Das Geschäftsmodell der deutschen Lebensversicherer bleibt hochgradig abhängig von der Zinsentwicklung. Zwar haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren ihr Kapital Schritt für Schritt in andere, zum Teil illiquidere und besser verzinste Anlageformen umgeschichtet. Doch der Zinsverfall im Jahr 2019 hat die Ausschüttungen an ihre Kunden belastet. Das zeigt die jährlich erscheinende „Marktstudie zu Überschussbeteiligungen und Garantien“, welche die Ratingagentur Assekurata am Donnerstag in Köln vorgestellt hat.

Noch im Vorjahr war der jahrelange Rückgang der Ausschüttungen zum Halten gekommen. Nachdem die Umlaufrendite aber im Jahresverlauf 2019 unter die Nulllinie gefallen ist, sank die durchschnittliche laufende Verzinsung eines klassischen privaten Rentenversicherungsvertrags von 2,45 Prozent auf den Sparanteil der Police auf nun nur noch 2,29 Prozent. „2018 war das Zinsumfeld eher freundlich, viele hielten die Deklaration konstant. Das hat sich nun wieder geändert“, sagte Lars Heermann von Assekurata, einer der Studienautoren.

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Quelle: F.A.Z.
Philipp Krohn  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Philipp Krohn
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.
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