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Immobilienpreise

Teures Pflaster Berlin

Von Kerstin Papon
 - 12:54
In vielen Berliner Bezirken entstehen Luxus-Immobilien

Vor allem in Zeiten niedriger Zinsen lockt das Quentchen mehr an Rendite. Blickt man auf Immobilien im Spitzensegment, dann scheinen die Aussichten in dieser Hinsicht für das Jahr 2020 nicht schlecht zu sein. Vorausgesetzt natürlich, man hat so einiges an Eigenkapital mit im Gepäck, dann winken für gehobene Wohnimmobilien in Paris im kommenden Jahr Preissteigerungen von durchschnittlich 7 Prozent. Dies jedenfalls schätzt der Immobilienberater Knight Frank. Damit liegt die Stadt an der Seine an der Spitze der Prognosen für Luxusimmobilien.

Was sind die Gründe für den Optimismus? Eine stabile Konjunktur, niedrige Zinsen, das eingeschränkte Spitzenangebot, eine hohe Mieternachfrage und ein gestiegener Bedarf an Zweitwohnungen würden die Preisentwicklung stützen, sagen die Fachleute. Hier gebe es zudem Europas größte Infrastrukturinitiative, die für Impulse sorgen werde – Grand Paris, ein Projekt zur strukturellen Reform des Ballungsraums, und die Olympischen Sommerspiele des Jahres 2024.

Platz zwei auf der Liste der einträglichsten Standorte für Spitzenimmobilien teilen sich demnach – trotz des geplanten Mietpreisdeckels – Berlin (gesunde Grundlagen) und Miami (Steuervergünstigungen) mit einem erwarteten Preisanstieg von im Durchschnitt 5 Prozent. Es folgen Genf und Sydney mit plus 4 Prozent. Beide Städte kämen ebenfalls in den Genuss von wichtigen Infrastrukturprojekten, heißt es.

Berlin liegt vor Vancouver

Knight Frank erwartet zudem, dass die Preise für Luxusimmobilien in Madrid (internationales Kaufinteresse), Singapur (umgeleitete Kapitalflüsse) und Melbourne (niedrige Zinsen) um 2 Prozent steigen dürften. Binnen zehn Jahren besonders hohe Preisanstiege verzeichneten Berlin (146 Prozent), Vancouver (85 Prozent), Sydney (70 Prozent), Melbourne (64 Prozent), Los Angeles (53 Prozent), Miami (51 Prozent) und Paris (47 Prozent).

Als Risiken für die Preise gelten demnach vor allem eine Verlangsamung der Weltwirtschaft oder lokale Konjunkturschwächen, ein Handelskrieg, veränderte Regulierungen der Immobilienmärkte, geopolitische Krisen und Regierungswechsel. Angesichts des späten Zyklus und niedriger Renditen beobachteten Käufer die Risiken aber sehr sorgfältig.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Papon, Kerstin
Kerstin Papon
Redakteurin in der Wirtschaft.
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