Brexit und Corona-Krise

Moody’s senkt Kreditwürdigkeit von Großbritannien

Aktualisiert am 17.10.2020
 - 10:45
Britisches Pfund
Die amerikanische Ratingagentur bewertet die langfristigen Schulden des Vereinigten Königreichs nun mit der Note „Aa3“. Den Ausblick für das Rating schätzt die Agentur als stabil ein.

Die amerikanische Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Großbritanniens angesichts des Brexits und der Corona-Krise um eine Stufe gesenkt. Moody’s bewertet die langfristigen Schulden des Vereinigten Königreichs nun mit der Note „Aa3“ (zuvor „Aa2“), wie die Ratingagentur am Freitagabend in Paris mitteilte.

Gründe seien vor allem die nachlassende wirtschaftliche Stärke, seit die Agentur die Bonitätsnote ab August 2017 auf eine Abstufung geprüft habe, hieß es – unter anderem hätten sich die Aussichten durch den Brexit und durch die Unfähigkeit, ein Handelsabkommen mit der EU zu schließen, verschlimmert. Auch die Covid-19-Pandemie dürfte ihre Spuren hinterlassen.

Hinzu komme, dass die Finanzkraft des Staates abgenommen habe und die staatlichen Institutionen sowie die Führung in den vergangenen Jahren geschwächt worden seien. Großbritannien befindet sich mit der aktuellen, vierthöchsten Bonitätsnote von Moody’s noch immer im Bereich sicherer Anlagen. Den Ausblick für das Rating schätzt die Agentur nun als stabil ein.

Quelle: dpa
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