FAZ plus ArtikelNachhaltigkeitsdebatte

Kernkraft wird für deutsche Fonds zur Gewissensfrage

Von Markus Frühauf und Martin Hock
04.01.2022
, 21:09
Das stellt sich nicht für jeden so eindeutig dar wie für Greenpeace...
Die EU will Atomkraft als nachhaltig einstufen. In Deutschland ist man anderer Meinung. Die Fondsbranche schaut mit kritischem Blick auf den Streit.
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Dass die Kernkraft nachhaltig ist, hat die EU-Kommission mit ihrer Einstufung als Übergangstechnologie zum Jahreswechsel beantwortet: Finanzierungen und Investments in Kernkraft können deshalb zu den nachhaltigen Anlagen gezählt werden. Deutschland war zwar dagegen, aber kann nicht unbedingt als Verlierer gezählt werden. Denn auch Gasenergie wird in Brüssel als Übergangstechnologie gewertet, die nötig ist, möglichst rasch eine CO2-neutrale Wirtschaft zu erreichen.

Im Ringen mit Frankreich über die Aufnahme der Atomkraft in den EU-Katalog für nachhaltige Anlagen, hatten die alte und die neue Bundesregierung einen schwierigen Stand, denn Gaskraftwerke schneiden in der CO2-Bilanz schlechter ab als Atomkraftwerke. Für die deutsche Fondsbranche haben die neuen Vorgaben der EU-Taxonomie für einen nachhaltig ausgerichteten Finanzmarkt zunächst kaum Auswirkungen. Bislang waren selbst in nachhaltigen Investmentvermögen bis zu einer geringen Grenze Investitionen in Atomenergieproduzenten möglich.

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