Furcht vor neuen Lockdowns

Neue Corona-Variante beunruhigt die Märkte

26.11.2021
, 09:58
Ein Börsenhändler an der Börse Frankfurt blickt auf seine Monitore.
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Die Sorge vor neuen Beschränkungen für die Weltwirtschaft durch das Coronavirus ergreift die Märkte. Der Dax und andere Indizes sinken stark, Rohöl verbilligt sich deutlich.
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Die neue Corona-Variante aus dem Süden Afrikas beunruhigt die Finanzmärkte. Der deutsche Leitindex Dax startete mit einem Minus von mehr als 3 Prozent in den Tag und könnte damit an diesem Freitag sein größtes Tagesminus in diesem eigentlich sehr gut gelaufenen Handelsjahr verbuchen. Einzelwerte wie Daimler und Heidelberg Cement verloren im frühen Handel sogar mehr als 4 Prozent. Für den Auswahlindex der Eurozone, Euro Stoxx 50, ging es in der ersten Handelsstunde ebenfalls kräftig nach unten, er verlor 3,5 Prozent.

Die neue Virusvariante breitet sich im Süden Afrikas rasch aus und befeuert die Sorge vor einer abermals verschärften Pandemie-Lage. Wie mehrere andere Länder zuvor schränkt auch Deutschland den Flugverkehr mit Südafrika drastisch ein. Das Land gelte ab der Nacht zum Samstag als Virusvariantengebiet, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Freitag mit. „In der Folge dürfen Fluggesellschaften nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland
befördern." Zudem müssten alle Eingereisten für 14 Tage in Quarantäne, auch wenn sie vollständig geimpft sind.

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So brachen denn auch Fluglinien-Aktien am Freitag Vormittag besonders stark ein. Die Deutsche Lufthansa musste in der Spitze einen Kursrutsch um 14 Prozent verkraften. Für die Muttergesellschaft von British Airways IAG ging es sogar um bis zu 21 Prozent nach unten.

Ölpreise fallen

Auch an den Ölmärkten macht sich nun die wachsende Sorge vor der Virusvariante und ihren Folgen bemerkbar. Aus Furcht vor einer nachlassenden Nachfrage ziehen sich Anleger aus dem Rohölmarkt zurück. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,5 Prozent auf 80,14 Dollar je Barrel. Die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante schüre Spekulationen auf neuen Pandemie-Beschränkungen, sagt Analyst Kelvin Wong vom Brokerhaus CMC Markets. Der fallende Ölpreis hat allerdings auch noch einen weiteren Grund: Ein Beratergremium der Opec prognostiziert wegen der Freigabe strategischer Reserven durch die Vereinigten Staaten und andere Staaten für die kommenden Monate ein Überangebot.

Mit hohen Verlusten hatten auch schon einige wichtigte asiatische Aktienmärkte geschlossen. So schlossen sowohl der japanische Nikkei 225 als auch der Hang Seng aus Hongkong mit einem Minus von mehr als 2,5 Prozent.

Quelle: kann./Reuters
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