FAZ plus ArtikelFinanzstandort London

Die City sucht den Fintech-Ausweg

Von Philip Plickert, London
11.04.2021
, 09:40
Stadtverkehr im Finanzviertel City of London im Januar 2021
Eine Einigung zwischen London und Brüssel über die Finanzregulierung und den Marktzugang erscheint unwahrscheinlich. Die Hoffnung liegt nun ganz auf dem wachsenden Fintech-Sektor.
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Hundert Tage nach dem endgültigen Brexit sieht der Finanzstandort London die Chancen für eine Einigung mit der EU über die künftige Regulierung und damit über wichtige Marktzugänge für die Banken sinken. Ende März haben die britische Regierung und Brüssel zwar in einem „Memorandum of Understanding“ Verfahrensfragen geklärt, wie in Zukunft die Gespräche ablaufen sollen. Aber in der Sache gibt es nur sehr wenig Bewegung. Brüssel steht auf der Bremse bei den sogenannten „Äquivalenzentscheidungen“.

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Ohne diese Bewertung, dass britische Regulierung gleichwertig (äquivalent) ist, hätten Londoner Banken nicht mehr den Marktzugang und dürften EU-Kunden nicht mehr bedienen. Insgesamt geht es um 40 Finanzbereiche. Nur in zweien hat Brüssel bislang grünes Licht gegeben. Am wichtigsten war die Entscheidung für eine 18-monatige Übergangsfrist, in der britische Clearing-Häuser wie LCH-Clearnet die Abwicklung und Abrechnung von Wertpapiergeschäften für EU-Kunden weiterbetreiben dürfen. Hier geht es um sehr hohe Volumina und viele Arbeitsplätze in London. Die Hoffnung auf eine dauerhafte Einigung mit der EU schwindet aber.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Plickert, Philip
Philip Plickert
Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.
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