Raus aus reguliertem Markt

Wirecard-Aktien noch schnell verkaufen

05.11.2021
, 14:55
Die Wirecard Zentrale in München.
In wenigen Tagen fliegt die Wirecard-Aktie aus dem regulierten Markt. Dann ändert sich einiges für Anleger.
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Anleger, die noch immer Wirecard-Aktien im Depot haben, sollten diese vor dem Abschied der Wertpapiere aus dem regulierten Markt verkaufen. Dazu rät die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und verweist auf unterschiedliche Nachteile, die für Anleger andernfalls entstehen könnten. Am 15. November nimmt die Deutsche Börse die Wirecard-Aktien aus dem regulierten Markt, wie das Unternehmen vor einigen Wochen mitgeteilt hatte. Dann solle es auch keine Preisermittlung für Wirecard-Aktien mehr geben.

„Für Investoren, die das Papier noch im Depot haben, ist das keine gute Nachricht“, sagt Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Aktionärsvertretung DSW. „Wer zukünftig Wirecard-Aktien handeln will, wird auf den weitgehend unregulierten Freiverkehr ausweichen müssen. Wie lange das funktioniert, ist völlig offen.“ Der Kursverlauf dürfte noch erratischer werden als schon jetzt.

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Vom Dax-Konzern zum Pennystock

Der Kurs des einstigen Vorzeigekonzerns war im Sommer 2020 innerhalb kurzer Zeit von mehr als 100 auf unter einen Euro abgestürzt. Am Freitag notierte die Aktie bei 18 Cent, im Sommer kurzzeitig auch mal bei 45 Cent. Offensichtlich versuchen noch einige Spekulanten, aus solchen Kursschwankungen Profit zu schlagen. Für die Anleger, die einst zu Preisen von an die 200 Euro bei dem Dax-Konzern eingestiegen sind, bleibt die Investition ein Totalverlust.

„Nur denjenigen, die verkaufen, wird ihre Bank den Verlust bescheinigen, der dann automatisch mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet wird“, so Tüngler. Wie lange ein Verkauf überhaupt noch problemlos möglich sei, sei nur schwer zu beurteilen. „Klar ist: Verluste, die nicht auf einem Verkauf von Wertpapieren beruhen, sondern etwa auf einer Ausbuchung wegen Wertlosigkeit, können seit dem 1. Januar 2020 nur noch eingeschränkt und zwar in Höhe von 20.000 Euro geltend gemacht werden“, warnt Tüngler.

Quelle: kann.
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