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Verpuffung im Wasserstoffsektor

Von Madeleine Brühl
07.04.2021
, 11:43
Versuchsaufbau zur Elektrolyse. Hier wird Wasser aufgespalten in Sauerstoff und Wasserstoff, welcher z.B. in Brennstoffzellen zum Einsatz kommt.
Bis 2025 will der Elektrolyseur-Hersteller Nel Wasserstoff wettbewerbsfähig mit fossilen Energieträgern machen. Von den jüngsten Kurskorrekturen zeigt sich das Unternehmen unbeeindruckt.
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Wasserstoff gilt als einer der Megatrends unserer Zeit. Gerade in energieintensiven Branchen wie Chemie, Stahl oder Zement wird grüner Wasserstoff als Alternative zu fossilen Energieträgern gehandelt. Doch vieles ist noch Forschung oder funktioniert nur in Pilotanlagen. Das Unternehmen Nel ist da schon weiter. Neben Elektrolyseanlagen mit verschiedenen Leistungen sowie Lösungen zur Speicherung erneuerbarer Energie baut das Unternehmen auch komplette Wasserstofftankstellen – in Norwegen ist Nel bereits der größte Betreiber. CEO Jon André Løkke hat das Ziel ausgerufen, bis 2025 die Produktionskosten für 1 kg nachhaltig hergestellten Wasserstoff auf 1,50 Dollar zu senken, um wettbewerbsfähig gegenüber fossilen Energieträgern zu sein.

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Um mit den Stückkosten in diesen Bereich zu kommen, arbeitet das Unternehmen trotz Corona-Krise weiter daran, die Produktionskapazität auszubauen. Aktuell investiert Nel umgerechnet 17 Millionen Euro in eine vollautomatische Produktionsanlage von Elektrolyseuren in Herøya südlich von Oslo. Die Produktion soll im vierten Quartal 2021 mit einer Kapazität von 500 Megawatt pro Jahr anlaufen, später sollen mehr als zwei Gigawatt pro Jahr möglich sein.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Brühl, Madeleine
Madeleine Brühl
Redakteurin in der Wirtschaft.
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