FAZ plus ArtikelAmerika vs. China

Die Welt zerfällt in Blöcke

Von Martin Hock
14.01.2021
, 16:29
Auch wenn Donald Trump nicht mehr Präsident sein wird – China bleibt in Amerika das Feindbild. Ein Stratege sieht die Herausbildung zweier Blöcke – und Europa zwischen den Fronten.

Die Abwahl Donald Trumps war für so manchen eine Entscheidung, die die Welt wieder enger zusammenrücken lässt. Doch nicht jeder ist davon überzeugt. Schon gar nicht Kim Catechis. Der oberste Investmentstratege des Aktienfondsspezialisten Martin Currie hat die Tendenzen, die er in der Welt seit Jahrzehnten beobachtet, radikal zu Ende gedacht. „Wir steuern auf eine tripolare Weltordnung zu“, sagt Catechis. „Eine Welt, in der es entscheidend für Anlagemöglichkeiten und -erfolg sein wird, zu welchem der künftigen Blöcke man gehört.“

Die Konfrontation komme primär aus den Vereinigten Staaten. Diese hätten ihre führende Rolle nach dem Ende des Kalten Krieges als selbstverständlich betrachtet und nicht damit gerechnet, dass ihnen Konkurrenz erwachsen könnte. Mit dem Aufstieg Chinas ab Mitte der 2000er Jahre aber habe sich zunehmend eine Obsession in Amerikas Politik und Gesellschaft aufgebaut, dass China der neue Feind sei.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Hock, Martin
Martin Hock
Redakteur in der Wirtschaft.
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