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Amerikanischer Leitzins

Weitere Senkungen gelten als ausgemacht

Von Martin Hock
 - 15:24
Die amerikanische Notenbank Fed liefert weitere Signale für eine Zinssenkung.

Die Liste der Analysten und Investoren, die mit der nächsten Zinssenkung der amerikanischen -Notenbank Fed bereits im September rechnen, wird länger. Wie die amerikanischen -Investmentbank Morgan Stanley am Montag in New York mitteilte, erwarten ihre Volkswirte den nächsten Zinsschritt der Federal Reserve bereits im September und danach einen weiteren im Oktober. Bislang waren sie von einem Schritt im Oktober ausgegangen und hatten darüber hinaus prognostiziert, dass die Notenbanker dann eine Pause einlegen.

Morgan Stanley befindet sich damit in guter Gesellschaft. Derzeit erwarten fast zwei Drittel der Analysten im September eine Senkung der Fed Funds Rate von derzeit 2 bis 2,25 Prozent auf 1,75 bis 2 Prozent also um 25 Basispunkte. Die übrigen Marktteilnehmer erwarten eine Senkung um 50 Basispunkte. Noch vor einem Monat hatte noch jeder vierte Analyst mit einer Fed Funds Rate von 2 bis 2,25 Prozent im September gerechnet, vor sechs Monaten glaubten nur 3 Prozent überhaupt an Zinssenkungen.

Dies war allerdings noch bevor die Fed Ende Juli den Leitzins erstmals seit der Finanzkrise gut einem Jahrzehnt senkte und damit auf den von Amerikas Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikt reagierte, der zusehends auf die globale Konjunktur und die amerikanischen -Wirtschaft selbst durchschlägt.

Möglicherweise auch um nicht den Eindruck zu erwecken, sie sei dem Weißen Haus hörig, beließ sie es seinerzeit bei einer Senkung um 25 Basispunkte. Präsident Donald Trump hatte die Notenbank und den Vorsitzenden Jerome Powell daraufhin mit harschen Worten kritisiert und forderte jüngst eine Senkung der Leitzinsen um einen vollen Prozentpunkt.

Die Ökonomen von Goldman Sachs hatten vor einigen Tagen mitgeteilt, dass sie die Wahrscheinlichkeit, dass es zu zwei Zinssenkungen nacheinander im September und Oktober kommt, als hoch einschätzen. Derzeit rechnen 60 Prozent der Analysten mit einem Leitzins von 1,5 bis 1,75 Prozent im Oktober. Die übrigen 40 Prozent verteilen sich zu gleichen Teilen auf 25 Basispunkte mehr oder weniger.

Das von Goldman Sachs für wahrscheinlich gehaltene Szenario zweier Zinssenkungen um 25 Basispunkte ist am häufigsten anzutreffen. Zu den ebenfalls noch oft anzutreffenden Prognosen gehört es, dass eine zweite Senkung erst im ersten Quartal 2020 erfolgen wird, wieder andere gehen davon aus, dass die Fed erst im vierten Quartal eine weitere Zinssenkung vornehmen wird.

Längerfristig unterscheiden sich die Erwartungen deutlicher. Nicht wenige Analysten aber rechnen damit, dass der Leitzins in Amerika auf 1,25 Prozent sinken wird – frühestens im ersten, spätestens im dritten Quartal des kommenden Jahres.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Hock, Martin (mho.)
Martin Hock
Redakteur in der Wirtschaft.
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