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Der Streit ums alte Elternhaus

Von Volker Looman
07.09.2021
, 05:56
An Häusern hängen viele Emotionen, die Wiederanlage eines Erlöses ist herausfordernd.
Das Erbe eines Elternhauses kann die Nachfahren vor schwierige Fragen stellen: Verkaufen oder renovieren und vermieten? Rechnerisch ist die Sache eindeutig. Aber Rechnen ist nicht alles.

Liebe Anleger, verehrte Erben, werte Streithähne! Sie kennen meine Ansicht, dass Erbengemeinschaften der Vorhof der Hölle sind. Trotzdem wird das Phänomen nicht aussterben. Solange es Menschen gibt, wird es Häuser geben, und solange es Erben gibt, die sich nicht grün sind, wird es Streit geben, vor allem dann, wenn es um „alte“ Elternhäuser geht. Darf ich Ihnen zum heutigen Frühstück eine kleine Kostprobe servieren, natürlich in der Hoffnung, dass Ihnen ähnliche Imponderabilien erspart bleiben? Die drei Protagonisten, eine Frau und zwei Männer, sind 61 und 59 und 55 Jahre alt. Der Vater ist vor fünf Jahren gestorben, nun ist Anfang dieses Jahres die Mutter gegangen.

Die alte Dame wohnte in Köln in einem Einfamilienhaus, das 52 Jahre jung ist. Das Objekt ist – vorsichtig ausgedrückt – in desolatem Zustand, weil die Witwe nicht bereit war, ihre Rente in den Erhalt des Hauses zu stecken. Folglich haben die Kinder zu gleichen Teilen „bröckelnden Putz“ geerbt, wenn ich das so ausdrücken darf, und nun ist guter Rat teuer. Was sollen die Kinder mit dem Anwesen machen? Sollen sie es verkaufen und sich die „Beute“ teilen, oder sollen sie das Haus renovieren und vermieten? Was meinen Sie, liebe Leser, wie sieht die beste Lösung aus? Falls Sie vor Jahren vor ähnlichen Problemen standen, dann hoffe ich, dass Sie eine „friedliche“ Lösung gefunden haben, und wenn Sie noch nicht geerbt haben, dann sollten Sie die „letzten Friedenstage“ in vollen Zügen genießen.

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Volker Looman
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