FAZ plus ArtikelImmobilienfinanzierer

Aktivisten machen Druck auf Krisenfirmen

Von Mark Fehr
Aktualisiert am 27.11.2020
 - 21:14
Im Visier von Aktivisten: Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank aus Wiesbaden.
Die Zahl der Kampagnen von aktivistischen Investoren stieg in den letzten Jahren an. Gerade auf Corona-Verlierer an der Börse kommen sie zu. Warum hat Petrus Advisers die Aareal Bank im Visier?

In Krisenzeiten wie diesen laufen aktivistische Investoren zu Hochform auf – oder sollten es zumindest. Die Kapitalmarktprofis steigen mit Minderheitsbeteiligungen bei börsennotierten Unternehmen ein, deren Management sie anschließend auf Trab bringen wollen, um den Wert der Beteiligung zu erhöhen. Funktioniert das, können auch Kleinaktionäre profitieren, die selbst kaum Einfluss auf Unternehmen ausüben können. Aktuell sorgt auf diesem Feld der Hedgefonds Petrus Advisers für Aufmerksamkeit, indem er eine Aufspaltung der Aareal Bank fordert.

Das Kreditinstitut mit Sitz in Wiesbaden finanziert große Gewerbeimmobilien, zu denen Hotels und Einkaufszentren gehören. Da Tourismus, Gastronomie, Geschäftsreisen und der Einzelhandel besonders stark unter den Lockdowns leiden, gehört die Aareal Bank an der Börse zu den Verlierern der Corona-Pandemie. Der Aktienkurs brach im Frühjahr von rund 30 Euro auf 13 Euro ein und hat sich zuletzt auf rund 20 Euro nur schwach erholt. Zum Vergleich: Auch die ebenfalls börsennotierte Commerzbank hat sich noch nicht wieder aus dem Corona-Tal herausgekämpft, doch der Aktienkurs der Konkurrentin Deutsche Bank notiert schon fast wieder auf dem Vorkrisenniveau.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Fehr, Mark
Mark Fehr
Redakteur in der Wirtschaft.
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