FAZ plus ArtikelDie Vermögensfrage

Was Rentner jetzt für die Steuer beachten müssen

Von Barbara Brandstetter
30.04.2022
, 13:53
Rentenbescheid: Viele Ruheständler rutschen mit der Rentenerhöhung in die Steuerpflicht – zahlen muss aber nicht jeder.
Mit den zum 1. Juli steigenden Renten rutschen über 100.000 Ruheständler in die Steuerpflicht. Doch wer mit dem Finanzamt abrechnen muss, muss nicht automatisch Steuern zahlen.
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Eigentlich sind es gute Nachrichten. Zum 1. Juli steigen die Renten in Westdeutschland um 5,35 Prozent und im Osten um 6,12 Prozent. Eine derart hohe Steigerung hat es in den alten Ländern in den vergangenen Jahrzehnten nicht gegeben. Allerdings trübt die hohe Inflationsrate die Freude. Und nicht nur die Ruheständler können sich über mehr Geld auf ihrem Konto freuen: Ein Teil des Rentenplus landet letztendlich wieder beim Staat.

Laut Bundesfinanzministerium rutschen 103.000 Ruheständler mit der Erhöhung in die Steuerpflicht. Sie müssen ab sofort die Bögen für das Finanzamt ausfüllen. Für immer mehr Rentner wird der Fiskus damit zum lebenslangen Begleiter. Das Rentenplus beschert dem Staat Mehreinnahmen von rund 730 Millionen Euro. Das Ministerium geht aktuell von knapp sechs Millionen Steuerpflichtigen mit Renten aus, die aufgrund der Höhe ihrer Gesamteinkünfte Steuern zahlen müssen. „Dabei handelt es sich allerdings häufig auch um Ruheständler, die über mehrere Renten oder Zusatzeinkünfte wie etwa aus Mieten verfügen“, sagt Daniela Karbe-Geßler, Leiterin Steuerrecht und Steuerpolitik beim Bund der Steuerzahler.

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