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Wegen Tesla-Aktien

Galaktischer Zahltag für Elon Musk

Von Marcus Theurer
Aktualisiert am 30.05.2020
 - 19:49
Musk mit guter Laune
Der Tesla-Gründer und Weltraumpionier verbucht einen Gewinn von mehr als 700 Millionen Dollar, da er dank eines ausgeklügelten Vergütungsprogramms Aktien seines Elektroautounternehmens zum Schnäppchenpreis kaufen darf.

Eigentlich ist Elon Musk, 48 Jahre, ja gerade vollauf damit beschäftigt, mit seinem Weltraumprojekt Space X nach den Sternen zu greifen. Doch auch unten auf der Erde, fernab der unendlichen Weiten des Weltraums, gab es diese Woche Neuigkeiten zu Musk. Und zwar in seiner Funktion als Gründer und Chef des kalifornischen Elektroauto-Pioniers Tesla, dem Schrecken der deutschen Autoindustrie. Dessen Produkte heben zwar nicht ab in Richtung All, sondern rollen ganz konventionell auf vier Rädern – bisher jedenfalls.

Dafür aber beschert Tesla dem Technikfreak Musk nun einen himmlischen Geldregen: Er erhält im Rahmen seines langfristigen Vergütungsplans die erste Tranche eines dicken Pakets an Tesla-Aktienoptionen. Musk kann die Papiere deutlich unter der derzeitigen Börsennotierung, und damit quasi zum Schnäppchenpreis, erwerben. Rein rechnerisch beschert ihm dies einen Buchgewinn von rund 775 Millionen Dollar – mehr, als Tesla in seinen Gewinnjahren insgesamt verdient hat, von den Verlustjahren gar nicht zu sprechen.

Der Tesla-Chef hat Anspruch auf den Zahltag, weil das Unternehmen unter seiner Führung vorab definierte Wachstumsziele bei Umsatz und Börsenwert erreicht hat. Zur Erinnerung: Am Aktienmarkt bringt Tesla derzeit galaktische 155 Milliarden Dollar auf die Waage, eine Bewertung, von der sehr viel größere traditionelle Autokonzerne nur träumen können.

Die Aktienoptionen, die Musk jetzt in einer ersten Tranche zugesprochen bekam, sind aber, wenn Tesla auf der Überholspur bleibt, nur ein Vorgeschmack auf noch sehr viel größere Summen: Falls der Autobauer unter Musks Führung auch weitere wirtschaftliche Meilensteine erreichen sollte, dann winken diesem bis zu 50 Milliarden Dollar als vertraglich vereinbarte Belohnung.

Visionär und Showman

Das ist dann allerdings ein Betrag, für den auch Superreiche wie Musk (geschätztes Vermögen: 37 Milliarden Dollar) sich schon mal richtig ins Zeug legen. Beim Raumfahrtunternehmen Space X hält derweil Chief Operating Officer Gwynne Shotwell, 56 Jahre, Musk den Rücken frei. Die Managerin und Ingenieurin ist dort für das Tagesgeschäft verantwortlich und gilt als Stütze des Unternehmens. Während der Visionär und Showman Musk den großen Aufritt liebt, ist Shotwell die effektive Macherin im Hintergrund.

Ob die Falcon-9-Rakete von Space X wirklich am Samstagabend wie geplant in den Weltraum starten würde, war zwar bei Redaktionsschluss dieser Zeitung noch nicht klar. Etwas anderes aber schon: Ohne Gwynne Shotwell hätte es Musks Raumschiff erst gar nicht auf die Abschussrampe geschafft.

Quelle: F.A.S.
Marcus Theurer - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Marcus Theurer
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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