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Die SAP-Aktie steht vor einer Neubewertung

Von Bernd Freytag
19.12.2020
, 10:35
SAP hat in diesem Jahr deutlich an Wert verloren, was nicht nur der Coronakrise geschuldet ist. Nun muss ein Neubeginn her, um gegen die Konkurrenz aus den Vereinigten Staaten anzukommen.

Der Schlag hallt noch immer nach. Bis heute hat sich der Aktienkurs von SAP davon nicht erholt. Seit der junge Vorstandssprecher Christian Klein Ende Oktober eine strategische Kehrtwende einleitete, ist die Börse verunsichert. Mit der „Normalität“ ist es vorbei. Nachdem Klein eine Investitionsoffensive zum Ausbau des Cloud-Geschäftes und die Integration aller Lösungen verkündete, ist nichts mehr wie davor. Fast 30 Milliarden Euro hat SAP in nur einem Tag an Wert verloren und sich seither kaum erholt. Obwohl Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner für eine Viertelmilliarde Euro Aktien kaufte, ist der Kurs vom Jahreshoch Anfang September noch immer fast 40 Prozent entfernt.

Das Ausbleiben einer technischen Gegenreaktion und, mehr noch, die abwartende Haltung der Aktionäre trotz zuletzt stark anziehender Aktienmärkte zeigen, wie unsicher die Investoren über die Zukunft von SAP noch immer sind. Das mit einer Marktkapitalisierung von 125 Milliarden Euro nach wie vor wertvollste börsennotierte Unternehmen Deutschlands, der einzige europäische Softwarekonzern von Weltrang, steht vor einer Neubewertung. Sollte Klein mit seinen Umbauten Erfolg haben, dann könnte sich das für Aktionäre lohnen.

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Quelle: F.A.Z.
Bernd Freytag  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Bernd Freytag
Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.
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