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FAZ plus ArtikelLebensmittelpreise

Unser billiges Essen

Von Sebastian Balzter
 - 08:28
Tischlein, deck dich! Stillleben mit Käselaiben und Früchten, von einem Maler aus dem Umkreis von Floris Claesz van Dyck (1575-1651)

Das Kilo Hackfleisch, halb Schwein, halb Rind, gibt es beim Discounter im Sonderangebot für 4,49 Euro. Eine Gurke kostet 59 Cent, ein Liter frische Vollmilch 73 Cent, zehn Eier 1,19 Euro. So billig sind Lebensmittel in Deutschland. Ganze Kälber, schwarzbunt und drei Wochen alt, werden zurzeit für 8,46 Euro das Stück gehandelt. Ein T-Shirt kostet mehr. Wie kann das sein?

Von 100 Euro, die ein Durchschnittshaushalt in Deutschland für den privaten Konsum ausgibt, entfallen knapp 14 Euro auf Lebensmittel. Vor 40 Jahren waren es noch rund 20 Prozent, vor 50Jahren rund 30 Prozent, und vor dem Ersten Weltkrieg ging sogar noch die Hälfte des verfügbaren Einkommens dafür drauf, dass alle in der Familie satt wurden. Damals gab es noch Millionen kleine Bauernhöfe im Land. Heute sind es nur noch 270000, jedes Jahr werden es weniger. Treibt die „Geiz ist geil“-Mentalität der Deutschen eine ganze Branche in den Ruin? Und sind die Schleuderpreise nicht auch der Grund dafür, dass es einfach nicht vorangeht mit Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz?

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Balzter, Sebastian
Sebastian Balzter
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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