FAZ plus ArtikelDie Vermögensfrage

Die Rente lässt sich 2022 besonders günstig aufbessern

Von Barbara Brandstetter
27.11.2021
, 14:18
Blick aufs Meer: Der wird umso entspannter, je höhere Extrazahlungen in die Rentenversicherungen geleistet sind.
2022 birgt viel Potential für die eigene Rente: Pflichtversicherte können Ausgleichs­zahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung überweisen. So senken sie Abschläge, wenn sie früher in den Ruhestand gehen wollen.
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In den vergangenen Jahren haben immer mehr Bürger die Möglichkeit genutzt, Geld an die gesetzliche Rentenversicherung zu überweisen, um bei einem früheren Ruhestand mögliche Abschläge zu kompensieren. 2019 haben laut Deutscher Rentenversicherung Bund 25­.839 Bundesbürger sogenannte Ausgleichszahlungen in Höhe von 415 Millionen Euro geleistet. 2017 belief sich die Summe auf gerade einmal 208 Millionen Euro. Ein Grund für diese Entwicklung sind unter anderem die niedrigen Zinsen. Dadurch sind Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung vergleichsweise attraktiv. „Für Sonderzahlungen gilt aktuell die Regel: gesetzliche Rente schlägt Betriebsrente und Privatrente“, sagt Finanzmathematiker Werner Siepe.

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Die Möglichkeit der Ausgleichszahlungen steht prinzipiell jedem Pflichtversicherten ab seinem 50. Lebensjahr offen. So lassen sich Rentenkürzungen kompensieren – sofern jemand nicht bis zu dem vom Gesetzgeber vorgesehenen Alter arbeiten möchte. Alternativ lässt sich auf diesem Weg auch einfach die Rente erhöhen, falls jemand dann doch länger arbeitet. Zahl und Summe der Ausgleichszahlungen dürften im kommenden Jahr deutlich steigen. Denn 2022 sind Extrazahlungen an die Rentenversicherung besonders günstig. „Wer vor der einfachen Entscheidung steht, steuerlich optimierte Ausgleichszahlungen entweder ausschließlich für 2021 oder für 2022 vornehmen zu können, der sollte die Zahlung natürlich auf das kommende Jahr verschieben“, sagt der Karlsruher Rentenberater Markus Vogts. Schließlich sinkt der Einkaufspreis je Euro monatlichen Rentenanspruch von aktuell 225,99 Euro um rund 6,4 Prozent auf 211,63 Euro.

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Quelle: F.A.Z.
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