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Leben in der Antarktis

Der dramatische Schwund der Zügelpinguine

Von Andreas Pechar
Aktualisiert am 05.03.2020
 - 12:29
Jagd durchs Revier.zur Bildergalerie
Zügelpinguine können sich perfekt an die widrigen Bedingungen in der Antarktis anpassen. Doch ihre Zahl ist zuletzt dramatisch zurückgegangen. Der Fotograf Ueslei Marcelino hat Wissenschaftler vor Ort bei ihrer Arbeit begleitet – wir zeigen hier seine Fotos.

Wenn sie durch die eisigen Gewässer der Antarktis ziehen, entgeht ihnen kaum eine Beute. Mit ihren gut 70 Zentimetern Höhe und einem Gewicht von bis zu fünf Kilogramm, jagen die Zügelpinguine durch die Gewässer der westlichen Antarktis. Stets auf der Suche nach Krill, dem einzigen Futter, das es für sie gibt. Mit ihrer stachelbewehrten Zunge sind sie dabei bestens ausgestattet, um die glitschigen Krebstiere festzuhalten. Nach Stunden der Jagd kehren sie schließlich zu ihren Kolonien zurück.

Wieder an Land, klettern die Schwimmvögel mit dem markanten schwarzen Streifen unter dem Kinn, dem sie ihren Namen verdanken, über die steilen Felsen zu ihren Nistplätzen. Am liebsten ganz nach oben. Dabei legen sie eine erstaunliche Geschicklichkeit an den Tag, wie man sie eher von alpinen Kletterern kennt.

Mit diesen Fähigkeiten im Wasser und an Land gelten sie als bestens angepasst an die Bedingungen der Region. Doch seit Jahren schwindet ihr Bestand.

Wissenschaftler verschiedener Disziplinen wollten es nun genau wissen. Mit dem Greenpeaceschiff Esperanza sind sie in die Antarktis gereist und haben fünf Wochen lang die 56 Kolonien der Pinguine mit Hilfe von Drohnen und manuellen Zählgeräten erfasst. Und einen besorgniserregenden Schwund der Population festgestellt. Seit der letzten Zählung in den 1970er Jahre ist die Zahl der Brutpaare dramatisch zurückgegangen. Ein Schwund um bis zu 77 Prozent wurde an manchen Brutplätzen dokumentiert.

Der brasilianische Fotograf Ueslei Marcelino hat die Wissenschaftler beim Pinguin-Zensus begleitet. Wir zeigen hier seine Fotos.

Ueslei Marcelino wurde an einem 2. September in Brasilia geboren. Dem Tag, an dem man in Brasilien den Fotojournalismus würdigt. Das kann man getrost als Omen sehen.

Nach dem Studium von Werbung und Öffentlichkeitsarbeit begann als freier Mitarbeiter für die brasilianische Zeitung Folha, dann als Sportfotograf für AGIF und beim Nachrichtenmagazin Istoé. Seit 2010 arbeitet er für die Nachrichtenagentur Reuters.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Pechar, Andreas
Andreas Pechar
Bildredakteur.
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