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Brutalismus Architektur

Titos Traum aus Rohbeton

Von Jana Voigt
Aktualisiert am 20.12.2019
 - 11:55
Ein Sicherheitsmitarbeiter geht durch die Halle 1 der Belgrader Messe in Serbien. zur Bildergalerie
Der jugoslawische Brutalismus ist Zeuge einer längst vergangenen Zeit. Charme und Faszination dieser Architektur haben allerdings bis heute überdauert. Ihr hat sich der Fotograf Marko Djurica gewidmet.

Seine erste Erinnerung an die Fotografie stammt aus der Zeit, als er fünf Jahre alt war, erinnert sich der Reuters-Fotograf Marko Djurica. Sein Vater, der ebenfalls Fotograf war, brachte eine Leica M6 mit nach Hause. Für den Jungen war die Kamera das Aufregendste, das er zu dem Zeitpunkt je gesehen hatte. Die Faszination für Fotografie hält sich bis heute und Marko Djurica fotografierte zahlreiche freie und beauftragte Reportagen. Seine jüngste Bilderserie zeigen wir nun bei FAZ.NET: In eindrucksvollen Architekturfotografien fing Djurica die Architektur des jugoslawischen Brutalismus ein.

Große Teile Jugoslawiens wurden im zweiten Weltkrieg zerstört. Unter der Führung von Josip Broz Tito machte sich ein sozialistisches Jugoslawien daran, das Land wieder aufzubauen.

Neue Wohnblocks, Hotels, Stadtzentren und Denkmäler schossen im ganzen Land in die Höhe. Es war die Ge­burts­stun­de des jugoslawischen Brutalismus. Die Architektur, die rohen Beton als Werkstoff favorisierte, sollte die Macht eines Staates zwischen zwei Welten, der westlichen Demokratie und dem kommunistischen Osten, demonstrieren. Der Brutalismus war im gesamten Ostblock populär, aber das ehemalige Jugoslawien machte ihn sich zu eigen und ergriff ihn als Mittel zur Herstellung einer visuellen Identität zwischen Ost und West.

Nach dem Tod Titos im Jahr 1980 und dem Einsetzen der Wirtschaftskrise, versuchten sich die neuen Eliten vom sozialistischen Regime, einschließlich seiner Architektur, zu distanzieren. 1991 begann eine Reihe von Kriegen, die zum Zusammenbruch Jugoslawiens führten. Auch die Architektur zerfiel.

„Jetzt ist genug Zeit vergangen (seit dem Zerfall Jugoslawiens) und die Menschen haben begonnen, die Architektur Jugoslawiens zu schätzen“, sagt Alan Braun, Dozent an der Fakultät für Architektur der Universität Zagreb. Er sagt, der Stil sei einzigartig. Das Interesse daran steigt - vor allem seit der Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art mit dem Titel „Concrete Utopia im Jahr 2018: Architektur in Jugoslawien, 1948-1980“.

Folgen Sie Marko Djurica auf Instagram:@mdjurica

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Voigt, Jana
Jana Voigt
Bildredakteurin.
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