Great Green Wall Projekt

In Kreisen gegen die Wüste

09.10.2021
, 21:09
Ibrahima Samba Diop schaut nach den Pflanzen in einem der runden Gärten.
Im Senegal versuchen Farmer mit kleinen Projekten die sich ausbreitende Wüstenbildung aufzuhalten. Die Fotografin Zohra Bensemra hat eines der initiierten Projekte dokumentiert.

Moussa Kamara ist eigentlich Bäcker und steht jede Nacht in der Backstube um Brote zu backen. Derzeit geht er nach der Arbeit jedoch nicht nach Hause, um sich schlafen zu legen. Heute bepflanzt und kümmert sich Kamara um die sogenannten Tolou Keur. Das sind kreisrunde Gärten, die aus einer lokalen Initiative aus dem Great Green Wall Projekt entstanden sind. Seit 2007 wird in Afrika versucht, mit einem Band aus Bäumen und grüner Vegetation von Ost nach West die Wüstenbildung der Sahelzone und der Sahara zu stoppen. Bisher sind jedoch erst weniger als 10 Prozent der geplanten Pflanzungen erfolgt und das Projekt kommt nicht recht in Fahrt.

Mit den runden Gärten versucht man, das Projekt auf eine lokale Ebene zu heben und Anwohner der Regionen mit einzubeziehen. Es geht um Selbstversorgung und Eigeninitiative. In den Gärten sollen vor allem gegen Hitze und Trockenheit resistente Pflanzen wie Papayas und Mangos wachsen. Die Kreisform der Gärten hat pragmatische Gründe: Durch die Rundungen sollen die Wurzeln zur Kreismitte hin wachsen, wo sich alle Nährstoffe gebündelt sammeln sollen und damit auch Wasser gespart wird.

„Wenn du einen Baum pflanzt, werden Mensch und Tier in 20 Jahren noch davon profitieren“, sagt Kamera. Durch seine harte Arbeit und sein Engagement nach der Bäckerarbeit hat er nun die Aufsicht über einige der Gärten erhalten.

Ein Junge wässert die Pflanzen in einem der „Tolou Keur“ im Dorf Boki Diawe.
Ein Junge wässert die Pflanzen in einem der „Tolou Keur“ im Dorf Boki Diawe. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Moussa Kamara erklärt das Projekt den Journalisten.
Moussa Kamara erklärt das Projekt den Journalisten. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Wenn alles wächst, werden die runden Gärten wie kleine Oasen in der Dürre der Sahara.
Wenn alles wächst, werden die runden Gärten wie kleine Oasen in der Dürre der Sahara. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Bewohner installieren einen Wassertank im Garten.
Bewohner installieren einen Wassertank im Garten. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Ein Mädchen spielt mit einem Schal im Haus ihrer Familie.
Ein Mädchen spielt mit einem Schal im Haus ihrer Familie. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Zwei Mitarbeiter bereiten einen Käfig für Hühner vor.
Zwei Mitarbeiter bereiten einen Käfig für Hühner vor. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Jungen tragen Feuerholz zurück in ihr Dorf.
Jungen tragen Feuerholz zurück in ihr Dorf. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Die runden Gärten sollen zukünftig auch der Lebensmittelknappheit entgegenwirken.
Die runden Gärten sollen zukünftig auch der Lebensmittelknappheit entgegenwirken. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Ein Kamel frisst von einem Baum an den Rändern vom Departement Walade.
Ein Kamel frisst von einem Baum an den Rändern vom Departement Walade. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Aly Ndiaye ist Ingenieur für Landwirtschaft und Teil des Teams der Aufforstung.
Aly Ndiaye ist Ingenieur für Landwirtschaft und Teil des Teams der Aufforstung. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Trockenheit bleibt ein großes Problem in der Region.
Trockenheit bleibt ein großes Problem in der Region. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Simbe Gue Soro Ndiouk zeigt am Zitronenbaum die ersten Früchte der Arbeit.
Simbe Gue Soro Ndiouk zeigt am Zitronenbaum die ersten Früchte der Arbeit. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Ein Mädchen holt Wasser für die Pflanzen.
Ein Mädchen holt Wasser für die Pflanzen. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Eine Drohnenaufnahme zeigt den runden Garten aus der Luft.
Eine Drohnenaufnahme zeigt den runden Garten aus der Luft. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Zwei Männer des Fulani Stammes auf dem Weg in den Barkedji-Dodji Wald, der Teil des Great Green Wall Projektes ist.
Zwei Männer des Fulani Stammes auf dem Weg in den Barkedji-Dodji Wald, der Teil des Great Green Wall Projektes ist. Bild: Zohra Bensemra/Reuters
Quelle: F.A.Z.
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