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Wandernde Beduininnen

Unter Frauen, Sand und Staub

 - 06:59
Umm Yassar, die erste beduinische Wanderführerin, schaut mit selbstbewusstem Blick in die Kamera. Neben ihr stehen Aicha, Umm Solimann und Selima: Drei weitere Exkursionsführerinnen. zur Bildergalerie

Umm Yasser ist eine der vier Frauen, die mit dem Wissen ihres Nomaden-Stammes eine Arbeit gefunden hat. Sie ist die erste Beduinenfrau, die Frauen aus aller Welt über den Sinai-Trail führt, einem über 550 Kilometer langen Wanderweg durch verlassene Berge und einer Region, in der acht verschiedene Beduinen-Stämme leben. Und sie ist eine der wenigen Frauen, die sich von der Fotografin Nariman El-Mofty fotografieren ließ. Beduinischen Frauen auf der Halbinsel Sinai ist es in den seltensten Fällen erlaubt, außerhalb des Hauses zu arbeiten und noch seltener ist es, dass sie mit Menschen außerhalb ihres Stammes in Kontakt treten dürfen. Dass sie sich fotografieren lassen, ist fast ein unmögliches Unterfangen.

„Wir brauchen Geld, um unsere Familien zu unterstützen“, sagt Umm Yassar. „Wir brauchen Bettwäsche, Kinderkleidung, Waschmaschinen, Kühlschränke und Schulbücher.“ Nur die ärmsten Beduinen-Stämme in der Region erlauben es ihren Frauen als Exkursionsführerinnen auf dem Trail zu arbeiten. Sie dürfen allerdings nur Gruppen von Frauen begleiten und nachts nicht wegbleiben. Die Beduinin Umm Yassar wanderte schon als Kind durch das Gebiet und ist mit den Bergen und Tälern eng verbunden. Nariman El-Mofty hat sie auf ihrer Wanderung begleitet und ihren Weg über die raue Sinai-Halbinsel dokumentiert. Sie stattet ihre Canon Mark IV gerne mit einem 40mm Objektiv aus, wenn sie sensible Situationen einfangen will. So wirkt ihre Kamera besonders klein, und den bildscheuen Frauen fällt es leichter, Vertrauen zur Fotografin aufzubauen.

Nariman El-Mofty spricht von ihrer Arbeit und ihrem fotografischen Werdegang:

I was born in Cairo in 1988 and went to school in the city. I went to university in Montreal and after I graduated I came back to look for work in Egypt which was 2011 during the Arab Spring. There was a photo editor position open at The Associated Press and I got the job. From 2011-2016 I was a photo editor based in Cairo on the Middle East desk dealing with coverage from the Middle East, Afghanistan, and Pakistan. In addition to that I covered editing and photo assignments on the field.

In 2016 I received the photojournalist position based in Cairo for the AP.

My standard camera equipment is Canon MarkIV with 40mm lens and 24-70mm. My favorite would be the 40mm lens because it is very small and it makes people at more comfort in heavy situations. It’s what I mostly use in my work. I do not like big lenses when dealing with extremely sensitive issues because I feel that technique and equipment should suite the story you are working on and the situation.

I edit all my work only on Adobe Photoshop.

Egyptian photojournalist Farouk Ibrahim is an inspiration to me. He broke through a lot of barriers with the way he photographed Egypt’s late President Anwar Sadat in his home and his daily life.

It empress me because we live in a very different kind of regime in Egypt where the media is tightly gripped by the government and there is hardly any freedom of expression. We would hardly see this kind of work in this day yet alone a president.

“She Who Tells a Story” is a photobook I always look back at for inspiration in visual storytelling. It includes 12 leading women strong photographers from Iran and the Arab world.

I am usually updated on Instagram with my latest work. My website is currently under construction.

Nariman El-Mofty auf Instagram: https://www.instagram.com/narimanelmofty/?hl=de

Quelle: FAZ.NET
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