Verschmutzte Gewässer

Aus der Luft betrachtet

02.04.2021
, 17:53
Deutsche Haushalte haben während der Pandemie sechs Prozent mehr Müll produziert. Oftmals landet dieser in Gewässern rund um den Globus. Fotografen haben die weltweite Verschmutzung von Flüssen und Seen aus der Luft dokumentiert.

Man sagt, Wasser ist Leben. Und dennoch haben laut Vereinten Nationen bis zu 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Ziel der UN ist, bis 2030 der gesamten Menschheit sauberes Wasser zu gewährleisten. Gleichzeitig steigt jedoch die Wasserknappheit an vielen Stellen unseres Planeten. Im März war der UN World Water Day und Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters haben diesen zum Anlass genommen, mittels Drohnenaufnahmen die Problematik mit dem Wasser zu dokumentierten.

Julia Brown ist Geographin für Umwelt und Entwicklung an der Universität von Portsmouth in England. Sie sagt, dass gerade viele Länder mit wasserintensiver Wirtschaft ein Trinkwasserproblem haben. „Wenn wir Lebensmittel oder Kleidung kaufen, denken wir häufig nicht daran, dass wir das Trinkwasser von jemand anderem dadurch mit importieren. Gerade Avocados oder Jeans kommen häufig aus wasserknappen Ländern.“

Besonders in armen Ländern wird der Zugang zu sauberem Wasser vernachlässigt. „NGOs lassen gerne Fotos von ihren neu installierten Wasserpumpen anfertigen. Dann hauen sie ab und überlassen die Wartung und Instandhaltung den Kommunen. Aber was, wenn sie dies nicht können? Recherchen haben ergeben, dass mindestens ein Drittel der Wasserpumpen südlich der afrikanischen Sahara defekt sind“, sagt Brown.

Die Fotografen nehmen in dieser Fotoserie eine Luftbildperspektive ein. Sie beschränken sich nicht auf ein konkretes Projekt, sondern versuchen sich einen Überblick zu verschaffen.

Quelle: kuhl.
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