Naturfoto des Jahres 2020

Wildlife Photographer of the Year

Von Jana Mucke
17.09.2020
, 13:45
Auf seinem etwa vier Meter langen Körper bietet dieser Echte Gavial seinen zahlreichen Nachkommen viel Platz. Viele Tage hat der Fotograf Mukherjee damit verbracht, dieses vom Aussterben bedrohte Reptil zu fotografieren. Schätzungsweise 650 erwachsene Gangesgaviale, wie er auch genannt wird, existieren noch.
Zum 56. Mal wird der renommierte Wildlife Photographer of the Year Award verliehen. Diese Fotografinnen und Fotografen haben die Chance, den begehrten Preis zu bekommen.

Fotografinnen und Fotografen aus mehr als 86 Ländern haben sich beim Wildlife Photographer of the Year Contest beworben. Fast 50.000 Fotos wurden eingesendet – sowohl von Profis als auch von Amateuren. Das Themenspektrum ist breit: prämiert werden nicht nur Bilder, die Umweltschäden in Kanada oder Brasilien zeigen, sondern auch zwei kuschelnde Puffins oder das Unterwasserfoto eines grauen Riffhais, der nachts auf Nahrungssuche ist.

Verliehen wird der Award vom Natural History Museum in London, wo die Bilder in einer Ausstellung vom 16. Oktober 2020 bis zum 6. Juni 2021 zu sehen sein werden. Wir zeigen hier eine Auswahl an Bilder aus insgesamt 16 Kategorien. Am 13. Oktober wird das Siegerfoto prämiert.

Dieses Paar Papageientaucher wurde auf den Farne-Inseln fotografiert. Das Tierfoto hat die Britin Evie Easterbook gemacht, sie tritt in der Kategorie der 11- bis 14-Jährigen an.
Dieses Paar Papageientaucher wurde auf den Farne-Inseln fotografiert. Das Tierfoto hat die Britin Evie Easterbook gemacht, sie tritt in der Kategorie der 11- bis 14-Jährigen an. Bild: Evie Easterbook, Wildlife Photographer of the Year
 "Ein Denkmal für menschliche Dummheit" sei dieser einzelne Baum im Feuer, sagt der Fotograf Charlie Hamilton James. Dieses Naturfoto entstand bei einem Waldbrand im Bundesstaat Maranhão im Nordosten Brasiliens.
"Ein Denkmal für menschliche Dummheit" sei dieser einzelne Baum im Feuer, sagt der Fotograf Charlie Hamilton James. Dieses Naturfoto entstand bei einem Waldbrand im Bundesstaat Maranhão im Nordosten Brasiliens. Bild: Charlie Hamilton James, Wildlife Photographer of the Year
Diese Alpendohlen über den Schweizer Alpen sind in ihrem Element.  Die geselligen Bergvögel nisten in felsigen Schluchten und auf Klippen und bleiben das ganze Jahr über bei ihren Partnern.
Diese Alpendohlen über den Schweizer Alpen sind in ihrem Element. Die geselligen Bergvögel nisten in felsigen Schluchten und auf Klippen und bleiben das ganze Jahr über bei ihren Partnern. Bild: Alessandra Meniconzi, Wildlife Photographer of the Year
Mehrere Jahre hat der Fotograf Matthew Maran Füchse, die auf einem Grundstück im Norden von London leben, fotografiert. Dieser junge Fuchs hält entschlossen an seiner Trophäe fest - einer toten braunen Ratte.
Mehrere Jahre hat der Fotograf Matthew Maran Füchse, die auf einem Grundstück im Norden von London leben, fotografiert. Dieser junge Fuchs hält entschlossen an seiner Trophäe fest - einer toten braunen Ratte. Bild: Matthew Maran, Wildlife Photographer of the Year
In der Unterwasser-Kategorie tritt dieses Foto an, das Laurent Ballesta am Grund des abgelegenen Korallen-Fakarava-Atolls in Französisch-Polynesien aufnahm: Ein grauer Riffhai auf seiner nächtlichen Jagd. Er hat es auf die im Vordergrund zu sehenden Kreiselschnecken abgesehen.
In der Unterwasser-Kategorie tritt dieses Foto an, das Laurent Ballesta am Grund des abgelegenen Korallen-Fakarava-Atolls in Französisch-Polynesien aufnahm: Ein grauer Riffhai auf seiner nächtlichen Jagd. Er hat es auf die im Vordergrund zu sehenden Kreiselschnecken abgesehen. Bild: Laurent Ballesta, Wildlife Photographer of the Year
Im Wald, in der Nähe seines Dorfes, auf der japanischen Insel Hokkaido, hatte sich der Fotograf Makoto drei Stunden unter eisigen Bedingungen hinter einem nahe gelegenen Baum versteckt und gehofft, dass das Paar Ural-Eulen posieren oder auftreten würde. Plötzlich tauchte ein Eichhörnchen in den Baumwipfeln auf.
Im Wald, in der Nähe seines Dorfes, auf der japanischen Insel Hokkaido, hatte sich der Fotograf Makoto drei Stunden unter eisigen Bedingungen hinter einem nahe gelegenen Baum versteckt und gehofft, dass das Paar Ural-Eulen posieren oder auftreten würde. Plötzlich tauchte ein Eichhörnchen in den Baumwipfeln auf. Bild: Makoto Ando, Wildlife Photographer of the Year
Ein Braunbär zieht einen Lachs aus den Untiefen eines Flusses in Alaskas Katmai-Nationalpark. Er ist einer von geschätzt 2200 Braunbären, die dort im Park leben und den die Fotografin Hannah Vijayan aufgenommen hat. Es ist das Siegerfoto in der Kategorie der 15- bis 17-Jährigen.
Ein Braunbär zieht einen Lachs aus den Untiefen eines Flusses in Alaskas Katmai-Nationalpark. Er ist einer von geschätzt 2200 Braunbären, die dort im Park leben und den die Fotografin Hannah Vijayan aufgenommen hat. Es ist das Siegerfoto in der Kategorie der 15- bis 17-Jährigen. Bild: Hannah Vijayan, Wildlife Photographer of the Year
Wenn im kenianischen Maasai-Mara-Nationalpark das Wasser knapp wird, buddeln sich die Flusspferde im Schlamm ein. Die Tiere verbringen den Tag unter Wasser, um ihre Temperatur und ihre empfindliche Haut von der Sonne fernzuhalten. Alle drei bis fünf Minuten müssen sie zum Luftholen auftauchen.
Wenn im kenianischen Maasai-Mara-Nationalpark das Wasser knapp wird, buddeln sich die Flusspferde im Schlamm ein. Die Tiere verbringen den Tag unter Wasser, um ihre Temperatur und ihre empfindliche Haut von der Sonne fernzuhalten. Alle drei bis fünf Minuten müssen sie zum Luftholen auftauchen. Bild: Jose Fragozo, Wildlife Photographer of the Year
Eine Woche lang hat der Fotograf Gary Meredith auf diesen Moment gewartet. Dann blickten diese neugierigen Opossums direkt in die Kamera des Fotografen.  Die Beuteltiere kommen in den Wäldern Australiens vor und suchen Schutz in Baumhöhlen. In städtischen Gebieten können sie jedoch Dachflächen nutzen.
Eine Woche lang hat der Fotograf Gary Meredith auf diesen Moment gewartet. Dann blickten diese neugierigen Opossums direkt in die Kamera des Fotografen. Die Beuteltiere kommen in den Wäldern Australiens vor und suchen Schutz in Baumhöhlen. In städtischen Gebieten können sie jedoch Dachflächen nutzen. Bild: Gary Meredith, Wildlife Photographer of the Year
Eine große, schwarze Wanderspinne durchbohrt mit ihren hakenförmigen Zähnen gerade das Ei eines riesigen Glasfrosches. Ein Ei nach dem anderen saugt sie auf. Nach etwas mehr als einer Stunde ist kein Ei mehr übrig.
Eine große, schwarze Wanderspinne durchbohrt mit ihren hakenförmigen Zähnen gerade das Ei eines riesigen Glasfrosches. Ein Ei nach dem anderen saugt sie auf. Nach etwas mehr als einer Stunde ist kein Ei mehr übrig. Bild: Jaime Culebras, Wildlife Photographer of the Year
Dieses Foto zeigt das Gelände der Mildred Lake Tar Mine, eine der vielen Teerminen der Region – dem drittgrößten Ölreservat der Welt. Rund um die Grube befinden sich Abfallteiche, die eine Gülle enthalten, die so giftig ist, dass Vögel daran gehindert werden müssen, auf ihnen zu landen.
Dieses Foto zeigt das Gelände der Mildred Lake Tar Mine, eine der vielen Teerminen der Region – dem drittgrößten Ölreservat der Welt. Rund um die Grube befinden sich Abfallteiche, die eine Gülle enthalten, die so giftig ist, dass Vögel daran gehindert werden müssen, auf ihnen zu landen. Bild: Garth Lenz, Wildlife Photographer of the Year
Diesen Rotschenkligen Kleideraffen fotografierte Arshdeep Singh aus Indien im vietnamesischen Non-Tra-Naturreservat.
Diesen Rotschenkligen Kleideraffen fotografierte Arshdeep Singh aus Indien im vietnamesischen Non-Tra-Naturreservat. Bild: Arshdeep Singh, Wildlife Photographer of the Year
Die Region Araucanía in Chile ist nach ihren Araucaria-Bäumen benannt - hier aufgenommen im Spätherbst. Die Bäume überleben Brände durch ihre dicke, schützende Rinde und speziell angepassten Knospen. Sie können bis zu 50 Meter hoch und mehr als 1000 Jahre alt werden.
Die Region Araucanía in Chile ist nach ihren Araucaria-Bäumen benannt - hier aufgenommen im Spätherbst. Die Bäume überleben Brände durch ihre dicke, schützende Rinde und speziell angepassten Knospen. Sie können bis zu 50 Meter hoch und mehr als 1000 Jahre alt werden. Bild: Andrea Pozzi, Wildlife Photographer of the Year
Der Fotograf Thomas P Peschak nahm diese toten Vögel, die in den Langleinen von Thunfisch-Fischern starben, vor der Küste Südafrikas auf. Durch modernere Verfahren und das Setzen der Leinen nach Anbruch der Dunkelheit, kommen immer weniger Vögel bei der Langleinenfischerei um –  weltweit sind es jedes Jahr dennoch mehr als 300 000 Seevögel, darunter 100 000 Albatrosse.
Der Fotograf Thomas P Peschak nahm diese toten Vögel, die in den Langleinen von Thunfisch-Fischern starben, vor der Küste Südafrikas auf. Durch modernere Verfahren und das Setzen der Leinen nach Anbruch der Dunkelheit, kommen immer weniger Vögel bei der Langleinenfischerei um – weltweit sind es jedes Jahr dennoch mehr als 300 000 Seevögel, darunter 100 000 Albatrosse. Bild: Thomas P Peschak, Wildlife Photographer of the Year
Dieses Foto zeigt den Tomohon-Markt im Norden von Sulawesi, Indonesien. Lokale Jäger und Händler bringen hier wilde Säugetiere und Reptilien zum Verkauf, zusammen mit Hauskatzen und -hunden – einige tot, andere lebendig.
Dieses Foto zeigt den Tomohon-Markt im Norden von Sulawesi, Indonesien. Lokale Jäger und Händler bringen hier wilde Säugetiere und Reptilien zum Verkauf, zusammen mit Hauskatzen und -hunden – einige tot, andere lebendig. Bild: Quentin Martinez, Wildlife Photographer of the Year
Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Mucke, Jana
Jana Mucke
Bildredakteurin.
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