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Lastwagenfahrer auf A2

„Wir haben den größten Parkplatz der Republik“

10.02.2021
, 09:32
Niedersachsen: Ein Fahrer versucht auf dem Rastplatz Lehrte-Ost mit einer Schaufel seinen festgefahrenen Lastwagen zu befreien. Bild: dpa
Auf der A2 ist zwischen dem Kreuz Wolfsburg und Peine der Hauptfahrstreifen in Richtung Dortmund gesperrt. Lastwagenfahrer parkten und schliefen dort. Zwischen Hamburg und Kiel verkehren keine Fernverkehrszüge.
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Das Winterwetter mit Schnee und Glätte in Niedersachsen beeinträchtigt weiterhin den Berufsverkehr. „Es ist chaotisch“, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Braunschweig am frühen Mittwochmorgen. Auf der A2 sei zwischen dem Kreuz Wolfsburg und Peine der Hauptfahrstreifen in Richtung Dortmund gesperrt. Die Lastwagenfahrer würden dort parken und schlafen. „Wir haben den größten Parkplatz der Republik.“

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Glatt sei es noch überall, der Zustand der Straßen sei nicht gut. Unfälle habe es deswegen in der Nacht allerdings kaum gegeben. „Die Autofahrer haben sich offenbar darauf eingestellt, und wir sind froh, dass bislang nicht mehr passiert ist“, sagte der Sprecher.

In Hannover stellte der Betreiber Üstra den Stadtbahnverkehr komplett ein. Grund sei, dass der Frost an Dutzenden Übergängen Betonplatten angehoben habe, die so die Gleise blockieren, teilte die Üstra am Morgen mit. Der Busverkehr wurde dafür wieder aufgenommen.

Auch Bahnreisende in Hamburg und Schleswig-Holstein müssen sich abermals auf Einschränkungen einstellen. Zwischen Hamburg und Kiel, Hamburg und Lübeck sowie zwischen Hamburg und Westerland verkehren keine Fernverkehrszüge, wie die Deutsche Bahn am Morgen mitteilte. Geplante Reisen sollten mindestens eine Stunde vor Fahrtbeginn überprüft oder auf einen anderen Tag verschoben werden. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Störungen zu beheben. Teams sollten bei Erkundungsfahrten die Weichen überprüfen, sagte ein Sprecher der Bahn. Im Nahverkehr gab es zunächst keine größeren Probleme.

Bei Fahrten zu den Nordseeinseln Föhr und Amrum gab es Fahrplanänderungen. Wegen der niedrigen Wasserstände strich die Wyker Dampfschiffs-Reederei einige Fährverbindungen zwischen Dagebüll und den Nordseeinseln Föhr und Amrum sowie verlegte Abfahrtzeiten auf andere Uhrzeiten. Zusatzfahrten als Ersatz für ausgefallene Verbindungen wurden angeboten.

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Deutschland hatte in der Nacht zu Mittwoch eine ganz besonders kalte Mitte mit „Kältepol“ Thüringen: Nach vorläufigen Ergebnissen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden dort die kältesten Werte gemessen. Mühlhausen lag dabei mit minus 26,7 Grad an der Spitze, gefolgt von Olbersleben mit minus 26 Grad und Dachwig mit minus 25,7 Grad. In die Nähe solcher eisigen Werte kamen nur noch Messstationen in Osthessen: In Sontra wurde mit minus 25,6 Grad ein Kälterekord für die dortige Messstation erreicht. Am Flughafen Fritzlar wurden immerhin noch minus 24 Grad erreicht.

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Von deutschen Kälterekorden sind diese Werte nach DWD-Angaben allerdings noch deutlich entfernt: Auf der Zugspitze wurden schon einmal minus 35,6 Grad gemessen, während der historische Rekord jenseits der Berggipfel in den 70-er Jahren im sächsischen Marienberg mit minus 35,5 Grad verzeichnet wurde. „Im Zuge des Klimawandels sind das aber schon besondere Werte“, sagte ein DWD-Meteorologe zu den Frostgraden am Mittwoch.

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Die Menschen im Norden müssen sich abermals auf winterliches Wetter mit eisigen Temperaturen und Schneefällen einstellen. Grund dafür sei ein Hoch über Skandinavien sowie eine östliche Strömung, die polare Kaltluft nach Hamburg und Schleswig-Holstein bringt, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Am Vormittag werden vor allem in dem Gebiet zwischen Lübeck, Hamburg und Lauenburg kräftige Schneeschauer erwartet. An der Küste kann es auch zu Verwehungen kommen. Es bleibt frostig bei minus drei Grad.

Auf Schneefall und frostige Temperaturen müssen sich die Menschen auch in Bayern einstellen. Gerade zu den Alpen soll es stärker schneien. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet dort etwa 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee. Im Allgäu können am Morgen sogar bis zu 20 Zentimeter Schnee fallen.

Quelle: dpa
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