Autoreisen

ADAC-Test: Autobahn-Raststätten „insgesamt enttäuschend“

22.06.2005
, 16:56
Sieger beim Raststätten-Test: Hegau-Ost an der A81
Die ADAC-Tester haben beim Raststättentest 2005 sechzig Anlagen auf Toiletten-Hygiene, Verkehrssicherheit und Familienfreundlichkeit getestet. Insgesamt war das Testergebnis „enttäuschend“. Wo es sich trotzdem gut rasten läßt, lesen Sie hier.
ANZEIGE

Bei Toiletten-Hygiene, Verkehrssicherheit und Familienfreundlichkeit weisen viele Autobahn-Raststätten in Europa weiterhin gravierende Mängel auf. Im Raststättentest 2005 des ADAC fiel jede vierte von 60 getesteten Anlagen in sechs europäischen Urlaubsländern glatt durch.

„In den Toiletten und auf den Wickeltischen lag ein Viertel der genommenen Keimproben im gesundheitsgefährlichen Bereich“, sagte ADAC-Experte Robert Sauter in München „Das ist alarmierend.“ „Am meisten Probleme gab es auf den Toilettensitzen bei Damen“, berichtete Sauter. „Es kann nicht sein, daß zu Spitzenzeiten vielleicht häufiger, aber immer nur mit demselben Lappen gereinigt wird“, kritisierte ADAC-Vizepräsident Max Stich. Denn so würden Keime und Erreger nicht beseitigt, sondern allenfalls auf Wanderschaft geschickt.

Testsieger „Raststätte Hegau Ost“

ANZEIGE

Weitere Kritikpunkte des ADAC sind überhöhte Essenspreise, zu wenig Vorsorge für die Sicherheit von Fußgängern und ungenügende Spielmöglichkeiten für Kinder. Stich nannte das Testergebnis „insgesamt enttäuschend“. Die Bestnote „sehr gut“ wurde kein einziges Mal vergeben, nur fünf Anlagen wurden mit „gut“ bewertet. Fast zwei Drittel der getesteten Betriebe schafften nur die Note „ausreichend“, 15 fielen mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ glatt durch.

Bild: dpa

Mit der Raststätte Hegau Ost an der A 81 Stuttgart-Singen stellt Deutschland den Testsieger. In der erst ein Jahr alten Anlage überzeugten nach ADAC-Angaben vor allem das geschmackvolle Self-Service-Restaurant und das besonders freundliche Personal, aber bei der Verkehrssicherheit gebe es noch Nachholbedarf.

ANZEIGE

Autohöfe holen auf

In Deutschland wurden 30 Anlagen getestet, darunter 15 Autohöfe. Mit der Raststätte Plötzetal Ost an der A 14 nördlich von Halle ging auch der Platz zwei an eine deutsche Anlage. Der Testverlierer liegt allerdings auch an einer deutschen Autobahn: Es ist die Raststätte Bad Bellingen West an der A 5 zwischen Freiburg und Basel. Die Zustände dort - unter anderem bei den sanitären Anlagen - seien eine Zumutung für jeden Gast, sagte Stich. Dies gelte auch für den auf den vorletzten Platz gekommenen Autohof Hengersberg bei Deggendorf an der A 3 Regensburg-Passau.

Grundsätzlich hätten die Autohöfe gegenüber den Raststätten aber weiter aufgeholt, betonte Stich. „Sie sind im Gesamturteil bereits auf einem ähnlich hohen Niveau anzusiedeln wie ihre Konkurrenz unmittelbar an den Autobahnen.“ Größtes Plus der Autohöfe seien die niedrigeren Preise, größtes Manko fehlende Spielmöglichkeiten für Kinder und ungenügende Sicherheit für Fußgänger.

ANZEIGE

Zebrastreifen sind Sache des Bundes

Die Betreibergesellschaft der deutschen Autobahn-Raststätten - Tank & Rast - betonte, dass sie auf die Verkehrssicherheit der Außenanlagen wie das Vorhandensein von Zebrastreifen und Fußwegen keinen Einfluß habe. Dafür sei der Bund zuständig. Mängel in der Verkehrssicherheit hätten zu Abstrichen in der Bewertung geführt. Für Service, Gastronomie und Familienfreundlichkeit habe es in der Einzelbewertung gute Noten für Rastanlagen der Tank & Rast gegeben.

Quelle: dpa
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Baufinanzierung
Erhalten Sie Ihren Bauzins in 3 Minuten
Automarkt
Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen
50Plus
Serviceportal für Best Ager, Senioren & Angehörige
ANZEIGE