Vandalismus

Denkmal für ermordete Sinti und Roma beschädigt

10.07.2019
, 10:59
Das Denkmal wurde im Herbst 2012 mit Zeremonie mit Angel Merkel eingeweiht.
Im Berliner Tiergarten haben Unbekannte eine Gedenkstätte für NS-Opfer demoliert. Nun ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz.
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Unbekannte haben in Berlin das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas beschädigt. Es sei ein großes „A“ in eine Glasscheibe der Gedenkstätte am Simsonweg im Großen Tiergarten geritzt worden, teilte eine Polizeisprecherin am Mittwoch mit. Die Beschädigung wurde am Dienstagabend von Polizeibeamten entdeckt. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

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Das Denkmal im Tiergarten war im Herbst 2012 eingeweiht worden. Die Gestaltung stammt von dem israelischen Künstler Dani Karavan. Es besteht aus einem runden Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf dem täglich eine frische Blume liegt.

Der Künstler plazierte in der Beckenmitte eine dreieckige steinerne Stele, die von oben gesehen an den Winkel auf der Kleidung der KZ-Häftlinge erinnert. Darüber hinaus gibt es mehrere Tafeln, die über die Ermordung der Sinti und Roma während der NS-Zeit informieren. Etwa 500.000 Sinti und Roma wurden zur NS-Zeit verfolgt und getötet.

Quelle: dpa/mlbl
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