Bioterror

USA starten Impfprogramm gegen die Pocken

05.11.2001
, 09:56
Pockenimpfung für Personen mit besonderem Risiko
Sie galten als ausgerottet. Unbekannt ist indes, welche Länder noch über Bestände der gefährlichen Pockenviren verfügen.
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Nach zahlreichen Milzbrand-Anschlägen schließen die US-Behörden offensichtlich auch neue Formen des Bioterrors nicht mehr aus: So wird nun in den USA medizinisches Fachpersonal gegen die Pocken geimpft. Die Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention (CDC) teilten am Sonntag mit, Dutzende Personen würden gegen die Seuche immunisiert.

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Zudem würden Ärzte über die Krankheit informiert. Der Zeitung „New York Times“ zufolge liegt die Zahl der Geimpften bei 140. „Man impft die so genannten Ersten Reaktionskräfte, der Leute, die hinausgehen und die Untersuchung und Isolierung (des Erregers) vornehmen und die Quarantäne verhängen müssen,“ sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, dem US-Sender CBS.

Virenbestände in Irak und Nordkorea vemutet

Den Präventionszentren zufolge ist ein Impfprogramm für die gesamte Bevölkerung nicht vorgesehen. Die hoch angesteckenden Pocken gelten seit dem Ende der 70er Jahre als ausgerottet. Bekannt sind Viren-Bestände in den USA und Russland. Geheimdienste vermuten jedoch, dass auch der Irak und Nordkorea über Vorräte verfügen.

Nach den jüngsten Milzbrand-Fällen in den USA sind Befürchtungen über den Einsatz von Pocken als Biowaffe geäußert worden.insatz von Pocken als Biowaffe geäußert worden.

Quelle: @kre
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