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Brite funkt ISS an

Anruf im All

 - 13:54

Es war das vielleicht kürzeste und zugleich aufregendste Gespräch im Leben des ehemaligen Lastwagenfahrers Adrian Lane: Der 52 Jahre alte Amateurfunker hat es geschafft, Kontakt mit der Internationalen Raumstation (ISS) aufzunehmen. Wie die britische Zeitung „The Independent“ berichtet, passte er einen Moment ab, als sich die ISS genau über seinem Haus in Coleford, in der englischen Grafschaft Gloucestershire, befand.

Dann sendete Lane aus seiner Gartenhütte eine kurze Nachricht an die Raumstation in etwa 400 Kilometern Höhe - und traute seinen Ohren kaum: Er erhielt tatsächlich eine Antwort von Bord der ISS. „Adrenalin schoss durch meine Adern“, erzählt der Brite. „Ich sagte zu den Astronauten, wie schön die Erde von dort oben wohl aussehen müsse“. Laut Lane antwortete sein Gesprächspartner aus dem Weltall daraufhin: „Oh, Adrian, es ist wundervoll. Das kannst du dir nicht vorstellen“. Es sei im Weltall zwar stockfinster, aber wenn man nach unten auf die Erdkugel schaue, blicke man in ein Farbenmeer, beschrieb der ISS-Astronaut weiter. Nach Angaben des Hobby-Funkers und zweifachen Vaters dauerte die ungewöhnliche Unterhaltung etwa 50 Sekunden. Dann brach die Verbindung ab.

Der Amateurfunk sei seine große Leidenschaft, berichtet Lane. Seine Frau zeige für sein Hobby hingegen wenig Verständnis. „Sie hasst es. Wir hatten schon oft Krach deswegen.“ Zumindest weiß die Familie dadurch immer sofort, wo sie den begeisterten Funkamateur finden kann. „Wenn meine Frau fragt, wo ich denn sei, antworten meine Kinder fast automatisch: Dad ist wieder in seiner Gartenhütte am Funkgerät“, sagt der Brite und schmunzelt.

Quelle: FAZ.NET
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