Flutopfer

Flut schwemmt Rentenunterlagen weg - was nun?

29.08.2002
, 07:00
Wem die Rentenunterlagen von der Flut weggeschwemmt wurden, dem verspricht die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte schnelle Hilfe.
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Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) bietet den Opfern der Flut Hilfe an. Wenn die Unterlagen zur Rentenversicherung nach dem Hochwasser unauffindbar sind, bedeutet dies nicht unbedingt eine Kürzung der Renten. In extremen Fällen, in denen auch bei Arbeitgebern oder Krankenversicherungen keine entsprechenden Dokumente gefunden werden können, werden Aussagen von Arbeitskollegen als Beweis für geleistete Arbeitszeit anerkannt.

Nachdem viele Flutopfer ihr ganzes Hab und Gut durch das Hochwasser verloren haben, stellt sich ihnen jetzt die Frage, wie es weiter gehen soll. Neben materiellen Dingen haben viele auch wichtige Dokumente verloren. Unter anderem fehlen bei vielen nun die Unterlagen zur Rentenversicherung.

Unterstützung bei der Wiederbeschaffung

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Um die sowieso schon Geschädigten nicht mit ihren Problemen alleine zu lassen, bietet die BfA in Sachsen und Sachsen-Anhalt ihre Hilfe an. Sollten Unterlagen zur Rentenversicherung mit der Flut davon gespült worden sein, bedeutet dies nicht, dass die darin dokumentierte Arbeitszeit nicht für die Rente angerechnet werden wird. Zuerst wird man versuchen, die entsprechenden Daten bei Krankenversicherungen oder Arbeitgebern zu erfahren. Sollten diese dort ebenfalls nicht verfügbar sein, werde man andere Schritte einleiten, so die Pressesprecherin der BfA Karin Klopsch.

In den neuen Bundesländern stellt sich das Problem, dass die Rentenversicherungsdaten dort vor der Wende nicht erfasst wurden. In solchen Extremfällen, in denen die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nicht mehr zu ermitteln sind, werden Aussagen von Arbeitskollegen als Beweis anerkannt werden.

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Eventuelle Kürzung

Schwierig wird es, wenn sich weder über Arbeitgeber oder Krankenkassen noch über Zeugenaussagen beweisen lässt, wie viele Arbeitstunden der Betroffene geleistet hat. In diesem Fall muss eine plausible eidesstattliche Erklärung abgegeben werden. Allerdings kann es dann dazu kommen, dass nur etwa achtzig Prozent der angegebenen Arbeitszeit tatsächlich berechnet werden.

"Generell dürfte die Tatsache verlorener Rentenversicherungsunterlagen kein Problem darstellen. Alle Daten werden üblicherweise von den Krankenkassen maschinell an die BfA übermittelt und dort dokumentiert," sagte Karin Klopsch abschließend.

Quelle: @shir
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