Folge der Corona-Pandemie

Schönheitsoperationen werden in Deutschland abermals stärker nachgefragt

22.05.2022
, 13:37
Eine Spritze mit „Botox“ an der Stirn einer jungen Frau.
Auch im zweiten Corona-Jahr ist die Zahl der Schönheitsoperationen gestiegen. Besonders beliebt sind laut Chirurgen minimal-invasive Eingriffe, die Fältchen oder Lippen korrigieren.
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Die Corona-Pandemie hat manchen Branchen das Geschäft ruiniert. Andere haben dagegen von ihr profitiert, zum Beispiel die Schönheitsindustrie. Nach Angaben der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) sind Schönheitsoperationen im zweiten Corona-Jahr abermals stärker nachgefragt worden als vor der Pandemie. Laut Statistik verzeichnen die Ärzte einen Zuwachs von rund 15 Prozentpunkten: von 81.516 Eingriffen im Vorjahr auf 93.853 Operationen im Jahr 2022.

Besonders viele Patientinnen und Patienten haben sich mit Botulinumtoxin behandeln lassen. Es wird üblicherweise eingesetzt, um Falten um die Augen und auf der Stirn zu glätten. 27.018 derartige Eingriffe hat die VDÄPC im laufenden Jahr gezählt. Der Wunsch nach einem faltenfreien Gesicht scheint sich also seit Beginn der Pandemie zu verstärken. Dafür führen die Ärzte zwei mögliche Gründe an: Seit Videokonferenzen alltäglich geworden seien, betrachteten sich Menschen am Bildschirm lange selbst. Das Tragen von Masken, wie es in Deutschland bis vor kurzem Pflicht war, lenke zudem mehr Aufmerksamkeit auf die Augenpartie.

Auch Behandlungen mit Hyaluron und Fillern sind beliebt. Sie stehen an zweiter und dritter Stelle der Behandlungen im laufenden Jahr. Beides wird eingesetzt, um kleine Fältchen zu glätten. Insgesamt liegt der Fokus also auf minimalinvasiven Eingriffen im Gesicht. Frauen ließen zudem häufig ihre Lippen korrigieren, bei Männern geht der Trend zur Korrektur der Mimikfalten, zum Beispiel auf der Stirn.

Insgesamt gibt es laut Chirurgen ein neues Körperbewusstsein in der Krise. Noch dazu erscheint eine Schönheitsoperation vielen Menschen während der Pandemie wohl besonders passend: Insbesondere während der Lockdowns war das soziale Leben weitgehend ausgesetzt. Blaue Flecken, Schwellungen, Rötungen, wie sie nach den meisten Operationen üblich sind, lassen sich eher kaschieren, wenn man nicht ständig Menschen begegnet.

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Quelle: fmp.
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