Hitzewelle im Westen

Angst vor neuen Corona-Ausbrüchen in Kalifornien

Aktualisiert am 15.08.2020
 - 12:25
Juli 2020: Badegäste drängen sich am Strand Windansea Beach im Stadtteil La Jolla von San Diego.
Temperaturen bis zu 37 Grad: Der Bundesstaat fürchtet, Menschen würden an Stränden und Seen strömen und die Abstandsregeln nicht beachten. Eine ähnliche Hitzewelle im Mai hatte für einen starken Anstieg der Fälle gesorgt.

Eine massive Hitzewelle in Kalifornien befeuert Sorgen vor einer erhöhten Waldbrandgefahr und vor neuen Corona-Ausbrüchen. Man befürchte nun, dass die Menschen an die Strände, Seen und andere Erholungsgebiete strömen und sich dabei nicht an die Masken- und Abstandsregeln halten könnten, teilten Vertreter der Gesundheitsämter mit. In einem Staat, in dem bislang mehr als 600.000 Corona-Fälle aufgetreten sind, wäre dies ein großes Problem.

Ein Hochdruckgebiet über Staaten im Westen von Amerika ließ Temperaturen in Kalifornien bis zum Freitagmittag (Ortszeit) mancherorts auf bis zu 37 Grad klettern. Die Stadt Los Angeles schuf zwar sogenannte Cooling Centers – klimatisierte öffentliche Räume zum Abkühlen, doch war deren Kapazität wegen der coronabedingten Abstandswahrung begrenzt.

George Rutherford, Epidemiologe an der Universität von Kalifornien, sagte dem Blatt „San Francisco Chronicle“, dass Israel nach einer ähnlichen Hitzewelle im Mai einen massiven Anstieg an Corona-Fällen erlebt habe. Grund sei, dass dort Verantwortliche in den Schulen zugelassen hätten, dass Kinder ihre Gesichtsmasken abnehmen. „Die Leute werden ihre Masken absetzen wollen, wenn es heißt ist“, sagte der Experte. „Tun Sie“s nicht.“

Quelle: AP
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