Sieben-Tage-Inzidenz steigt

Neuinfektionen schnellen auf 22.657 hoch – 6800 mehr als noch am Vortag

25.03.2021
, 07:19
Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet sich auf die Verlegung eines Covid-positiven und intubierten Patienten von einem Krankenhaus in ein anderes vor.
Das RKI registriert einen drastischen Anstieg der Neuinfektionen. Die seit gestern gemeldeten Fallzahlen liegen um 6800 höher als am Vortag und um 5000 höher als vor einer Woche. 228 weitere Menschen starben. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg ebenso.
ANZEIGE

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 22.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 22.675 neue Ansteckungsfälle registriert – rund 6800 mehr als am Vortag und 5000 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg den Angaben zufolge bundesweit auf 113,3. Am Vortag lag sie bei 108,1.

ANZEIGE

Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war. Am Wochenende hatte der bundesweite Inzidenzwert die Marke von 100 überschritten. Thüringen ist mit 220,1 das Bundesland mit der höchsten Inzidenz, Schleswig-Holstein liegt mit 59,8 am niedrigsten.

Das RKI meldete am Donnerstag außerdem 228 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.713.180. Insgesamt 75.440 Infizierte starben.

Angesichts der steigenden Infektionszahlen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten bei ihrem Corona-Gipfel in der Nacht zu Dienstag auf die Verlängerung der geltenden Lockdown-Regeln bis zum 18. April geeinigt. Damit gilt auch weiterhin die Anfang März beschlossene Notbremse, die bei einem Inzidenzwert von über 100 greifen soll.

ANZEIGE

Ein verschärfter Lockdown über die Osterfeiertage wurde am Mittwoch wieder zurückgenommen. Merkel bezeichnete das Vorhaben als persönlichen Fehler und bat die Menschen um Verzeihung.

Epidemiologen warnten unterdessen vor einem weiteren Anstieg der Fallzahlen. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte nach der Absage des verschärften Lockdowns über Ostern: „Wir können diesen Anstieg nicht stoppen, es sei denn mit einem neuen Lockdown für das Land.“

Quelle: marf./Reuters/AFP
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE