Corona-Pandemie in Deutschland

Leichter Anstieg der Infektionszahlen

26.09.2021
, 08:31
Josephin Kampmann, Gesundheits- und Krankenpflegerin, steht auf dem Gang der Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Essen.
Das RKI hat 7774 Neuinfektionen registriert, etwas mehr als vergangene Woche. Entwicklungsminister Müller kritisiert, dass reiche Länder ärmeren Staaten den Impfstoff wegkauften.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat es im Vergleich zum Vortag einen leichten Anstieg gegeben. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 61,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 60,6 gelegen, vor einer Woche bei 70,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7774 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.07 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7337 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 38 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.196.378 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,58 an, ein Rückgang um 0,3 im Vergleich zum Vorwochenwert. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.958.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.393.

Bald fünf Millionen Tote weltweit

Weltweit haben sich mehr als 231,57 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,94 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde.

Die meisten Infektions- und Todesfälle weisen die USA auf. An zweiter und dritter Stelle liegen Indien und Brasilien. Nach den USA weist Brasilien mit 593.663 die meisten Todesfälle auf. Dort wurden 21,32 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. In Indien starben im Zusammenhang mit dem Virus 446.658 Menschen bei über 33,62 Millionen Infizierungen. Weltweit ist das die dritthöchste Todesrate nach den USA und Brasilien.

Entwicklungsminister Gerd Müller warnt vor einer zunehmenden Benachteiligung armer Länder bei Corona-Impfstoffen. „Reiche Länder haben zusätzliche Impfstoffe vom Weltmarkt weggekauft, um Drittimpfungen zu ermöglichen, während über 90 Prozent der Afrikaner noch nicht einmal die erste Impfung hatten“, sagt der CSU-Politiker der Funke Mediengruppe. Das Ziel der internationalen Impfstoffinitiative Covax, bis Ende des Jahres zwei Milliarden Impfstoffdosen für Menschen in armen Ländern zur Verfügung zu stellen, sei nicht mehr zu erreichen, so Müller. Bisher seien nur über 300 Millionen Impfdosen durch Covax verteilt worden.

Quelle: dpa
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