Gelockerte EU-Empfehlung

In Flugzeugen von und nach Deutschland herrscht weiter Maskenpflicht

16.05.2022
, 10:42
In Frankreich muss in Bussen und Bahnen künftig keine Maske mehr getragen werden.
In allen Flugzeugen, die in Deutschland starten oder landen, müssen Passagiere weiterhin Masken tragen. In Frankreich wiederum endet an diesem Montag die Maskenpflicht auch in Bussen und Bahnen.
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Bei Flügen von und nach Deutschland gilt auch mit Inkrafttreten gelockerter EU-Empfehlungen ab Montag weiterhin die Maskenpflicht zum Schutz vor Corona-Ansteckungen. Dies betrifft nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums alle Maschinen, die in Deutschland starten oder landen. Beim Ein- und Ausstieg und während des gesamten Fluges sind FFP2- oder medizinische Masken zu tragen. Abnehmen kann man sie nur beim Essen und Trinken. Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder unter sechs Jahren. Die Maskenpflicht entspreche auch den neuen EU-Empfehlungen, hatte das Ministerium erläutert.

Die Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfehlen ab Montag nicht mehr generell verpflichtendes Maskentragen in Flughäfen und Flugzeugen. Wenn am Abflug- oder Zielort eine Maskenpflicht im Verkehr besteht, sollte dies aber weiter auch in Maschinen gelten. In Deutschland ist die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die jeweils die Länder anordnen.

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Generell entfällt mit der gelockerten EU-Empfehlung längst nicht auf allen Flügen die Maskenpflicht. Europas größter Billigflieger Ryanair veröffentlichte eine Liste von 15 EU-Staaten, in denen über nationale Gesetze das Tragen von Gesichtsmasken zur Corona-Prävention weiter gilt. Neben Deutschland sind auch wichtige Tourismus-Ziele wie Spanien, Griechenland, Portugal und Italien darunter.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte sich für ein Ende der Maskenpflicht in Flugzeugen, Bahnen und Bussen ausgesprochen, das auch die Verkehrsbranche fordert. Die Bundesregierung plant aber vorerst keine Abschaffung. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erklärte, bei immer noch sehr hohen Fallzahlen „fehlt der Spielraum, auf Masken im öffentlichen Verkehr zu verzichten“.

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Derweil gilt in Frankreich seit Montag keine Corona-Maskenpflicht mehr in Bussen und Bahnen. Schutzmasken müssen damit nur noch in Krankenhäusern und Altenheimen getragen werden. Dort muss auch weiterhin ein Gesundheitspass vorgelegt werden – das heißt, Besucher müssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein.

Die Inzidenz in Frankreich liegt derzeit bei weniger als 400 Fällen auf 100.000 Einwohner pro Woche. Am Montag befanden sich landesweit noch etwa 1200 Covid-Patienten auf der Intensivstation.

„Das entspricht unserer Strategie, die Einschränkungen weiter abzubauen“, hatte Gesundheitsminister Olivier Véran im Vorfeld die weitere Lockerung der Maskenpflicht begründet. „Die Lage verbessert sich, auch wenn wir die fünfte Welle noch nicht ganz hinter uns haben.“ Am Dienstag beginnt in Cannes das Internationale Filmfestival – ebenfalls ohne Maskenpflicht.

Unterdessen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) 2305 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Deutschland gemeldet. Das sind 1045 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 3350 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 439,2 von 452,4 am Vortag. Es wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Damit verharrt die Zahl der gemeldeten Todesfälle bei 137.499. Allerdings ist die Aussagekraft der Zahlen stark eingeschränkt, da in vielen Bundesländern am Wochenende mittlerweile keine Infektionen mehr registriert werden.

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Quelle: dpa/AFP/Reuters
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