FAZ plus ArtikelGefahr für die Kleinsten

Vergessen wir im Impfrausch die Kinder?

Von Lucia Schmidt
11.05.2021
, 10:41
In der allgemeinen Öffnungsfreude denkt niemand an die Kinder. Sie haben keine Perspektive – weder auf eine Impfung noch auf die Rückkehr zur Normalität. Das ist gefährlich. Ein Aufschrei.

Piet ist vier Jahre alt, und in den vergangenen 14 Monaten hat er einiges gelernt. So ist das in seinem Alter. Da steckt die Welt voller interessanter Entdeckungen. Die Neugier von Kindergartenkindern ist riesig, sie wollen verstehen, wie dieses Leben funktioniert, warum ein Auto fährt und ein Vogel fliegt. Immer häufiger will Piet selbst Dinge ausprobieren, und immer mehr kann er auch tatsächlich – zum Beispiel sich alleine anziehen: Hose, T-Shirt, Strümpfe und auch die Maske über Mund und Nase.

Piet kann jetzt bis zehn zählen und Fahrrad fahren. Er hat verinnerlicht, was die AHA-L-Regel ist. Auf dem Bürgersteig weicht er anderen aus und weiß genau, dass man in der Schlange vor der Eisdiele an den roten Strichen stehen bleiben muss. Wörter wie AstraZeneca und Quarantäne gehen ihm ohne Probleme über die Lippen. Er fragt nach Fußballregeln und dem Planetensystem.

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Quelle: F.A.S.
Lucia Schmidt - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Lucia Schmidt
Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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