FAZ plus ArtikelWo stecken sich Menschen an?

„Nummer eins sind die privaten Haushalte“

Von Julian Staib
25.03.2021
, 21:26
Aus privaten Haushalten werden im Saarland mehr Ansteckungen gemeldet als von Kitas, Schulen und Arbeitsplätzen zusammen. Der Mikrobiologe Sören Becker über Infektionsherde, Grenzgänger und Tests.

Herr Becker, Deutschland ist im Dauer-Lockdown, trotzdem steigt die Zahl der Corona-Infektionen stark. Wo infizieren sich die Menschen?

Das Infektionsgeschehen ist mittlerweile leider sehr diffus. Bei drei von vier Fällen kann man nicht genau nachvollziehen, wo sich eine Person angesteckt hat. Größere Ausbrüche mit mehr als fünf bis zehn Infektionsfällen tragen nur noch relativ wenig zum Infektionsgeschehen insgesamt bei. Im Saarland sind es nach den offiziellen Meldedaten aktuell etwa zehn Prozent. Die restlichen 90 Prozent sind Einzelinfektionen, bei denen kein epidemiologischer Zusammenhang zu anderen Fällen gefunden wird. Das macht eine gezielte Intervention, um einen derartigen Dauerlockdown zu verhindern, so schwierig.

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Autorenporträt / Staib, Julian
Julian Staib
Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.
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