NRW-Ministerpräsident

Laschet verteidigt „Brücken-Lockdown“

07.04.2021
, 12:10
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hält an seinem umstrittenen Vorstoß fest und ruft dazu auf, sich „noch einmal schnell, hart und klar“ zusammenzuraufen.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hält an seiner umstrittenen Idee eines „Brücken-Lockdowns“ zur Eindämmung der Corona-Pandemie fest. „Alle sollten sich jetzt noch einmal schnell, hart und klar zusammenraufen“, sagte Laschet am Mittwoch beim Besuch eines Drive-In-Impfzentrums in Schwelm im Ennepe-Ruhr-Kreis. Sein Vorschlag für einen „Brücken-Lockdown“ im Kampf gegen die dritte Corona-Welle liege auf dem Tisch. Dafür habe er viel Ablehnung vor allem aus der SPD erfahren, bedauerte Laschet und fragte: „Was sind denn eure Ideen?“

„Es ist die entscheidende Phase der Pandemie“, betonte der CDU-Politiker. Es brauche innovative Ideen wie die temporäre Drive-In-Idee in Schwelm zur Beschleunigung der Immunisierung. Auch die neuen Impf-Möglichkeiten in den Hausarztpraxen „helfen uns sehr“.

Nötig sei aber „auch Vorsicht auf den letzten Metern, die wir zu gehen haben“. Daher plädiere er für einen „Brücken-Lockdown“, um die Zeit zu überbrücken, bis viele Menschen geimpft seien. Konkret solle der Lockdown zwei bis drei Wochen dauern. Die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) solle vom 12. April auf diese Woche vorverlegt werden. Der Vorstoß hatte Laschet Kritik und Spott eingebracht.

Auf Fragen von Journalisten, warum das Land bei der Notbremse in Regionen mit einer hohen Wocheninzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner nicht konsequenter sei, sagte Laschet am Mittwoch: „Die Notbremse gilt.“ Allerdings setze man darauf, im Verbund mit Corona-Tests auch Theaterbesuche oder Einkaufen im Modus „Click and Meet“ möglich zu machen.

Quelle: dpa
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